Wissenschaftliche Arbeit – Gliederung

Die Themenfindung ist erfolgt, die Forschungsfrage ist formuliert, nun folgt die Gliederung der wissenschaftlichen Arbeit. Im besten Fall wurde bereits während der Literaturrecherche eine Mindmap erstellt, die bei der Erstellung der Gliederung behilflich ist und der wissenschaftlichen Arbeit Struktur verleiht. Die verschiedenen Begriffe auf der Mindmap können den Kapiteln und Unterkapiteln zugeordnet werden. Falls ein Kapitel nur wenige Informationen enthält, sollte überdacht werden, ob die Literaturrecherche ausgeweitet werden soll oder dieses Kapitel nicht so wichtig ist und weggelassen werden kann. Vielleicht lässt es sich aber auch einem anderen Kapitel zuordnen.

Eine wissenschaftliche Arbeit besteht aus drei Teilen: Einleitung, Hauptteil und Schluss. Diese drei Teile können mehrere Kapitel und Unterkapitel beinhalten, weswegen das Inhaltsverzeichnis nicht nur drei Abschnitte aufweist. Der Umfang hängt von der Art der Arbeit ab: Hausarbeit, Bachelorarbeit oder Masterarbeit. Wichtig hierbei ist, dass Unterkapitel nur gesetzt werden, wenn es mindestens zwei sind. Bei einem Unterpunkt 1.1 muss es also mindestens auch einen Unterpunkt 1.2 geben. Zudem darf hinter der letzten Ziffer der Kapitel und Unterkapitel kein Punkt gesetzt werden (nicht 2.2., sondern 2.2).

Es gibt verschiedene formale Gliederungssysteme. Zum einen wird in wissenschaftlichen Arbeiten das nummerische Gliederungssystem verwenden, zum anderen gibt es aber auch das alpha-nummerische. Das nummerische Gliederungssystem besteht ausschließlich aus Zahlen. Das alpha-nummerische weist hingegen sowohl Zahlen als auch Buchstaben auf. Bei empirischen Arbeiten wird das Gliederungsmodell meistens vorgegeben. Bei nicht empirischen Arbeiten besteht mehr Spielraum, weswegen aus folgenden Modellen gewählt werden kann:

  • Systematische Gliederung: Einzelne Hypothesen werden in eigenen Kapiteln nacheinander dargestellt.
  • Chronologische Gliederung: Jedes Kapitel stellt eine Phase eines Prozesses dar, um die Entwicklung deutlich zu machen.
  • Ursachen-Wirkung-Gliederung: Hierbei wird nach den Ursachen eines Phänomens oder den Wirkungen strukturiert. Jede Ursache bzw. jede Wirkung wird jeweils im eigenen Kapitel dargelegt.
  • Relationsgliederung: Objekte oder Phänomene werden in vergleichenden Arbeiten in Beziehung zueinander gesetzt.
  • Alternierende Gliederung: Hierbei werden verschiedene Aspekte in einzelnen Kapiteln vergleichend behandelt.

Zur Gliederung gehört zudem die Seitenkalkulation. Für die Einleitung sollten maximal 10 % der Arbeit eingeplant werden, für den Schlussteil nur 5 %. Durch solch eine Seitenkalkulation kann verhindert werden, dass während des Schreibprozesses auffällt, dass die Seitenvorgabe entweder unterschritten oder überschritten wird und der Hauptteil umgeplant werden muss, damit der Text schlüssig bleibt. Mit der Kalkulation der Seiten kann nach Bedarf frühzeitig gegengesteuert werden.

Dies bedeutet nicht, dass die Gliederung während des Schreibprozesses nicht mehr verändert werden kann. Selbstverständlich können Textstellen umformuliert und Gedanken, die an anderen Stellen besser passen, umplatziert werden. Die Gliederung verändert sich dadurch nur minimal. In der Regel bleibt aber die Reihenfolge erhalten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Gliederung grob aus drei Teilen besteht. Je nach Themenbereich sind unterschiedliche Gliederungsmodelle geeigneter. Mit Hilfe einer Seitenkalkulation besteht eine geringere Wahrscheinlichkeit, die gesamte Arbeit neu gliedern zu müssen.

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