Wissenschaftliche Arbeit – Zitierweise

In wissenschaftlichen Arbeiten wird zur Bearbeitung der Forschungsfrage auf fremdes Gedankengut zurückgegriffen. Alle verwendeten Aussagen von Autoren und Autorinnen müssen mit der genauen Fundstelle belegt werden, um Plagiatsvorwürfe zu vermeiden. Das Belegen der verwendeten Textstellen wird in Seminararbeiten, Bachelorarbeiten und Masterarbeiten anhand von Zitaten durchgeführt.

Das Zitieren erfolgt nach festen Vorgaben, die nach Hochschule und Fachrichtung variieren. Aus diesem Grund ist es immer ratsam, vor Beginn des Schreibprozesses abzuklären, welche Präferenzen der Prüfende hat oder welche Zitierweise von der Hochschule beziehungsweise der Fachrichtung des Studienganges verlangt wird. Dies vermeidet anschließendes Chaos bei der Überarbeitung nach der geforderten Zitierweise.

Beim Zitieren gibt es verschiedene Zitierstile. Entweder wird der Literaturnachweis direkt im Fließtext in Klammern aufgeführt (z. B. APA-Richtlinien, Harvard-Zitierweise, MLA-Stil) oder die Quellenangabe wird als Fußnote gesetzt, was auch als deutsche Zitierweise bezeichnet wird. Wichtig ist vor allem, dass innerhalb einer Arbeit einheitlich zitiert wird und nicht zwischen den verschiedenen Zitierstilen gesprungen wird.

Neben den verschiedenen Zitierstilen gibt es auch unterschiedliche Zitat-Typen:

  • Das direkte Zitat gibt wörtlich fremde Aussagen wieder.
  • „Ein einheitlicher Zitatstil ist wichtig.“ (Schmidt, 2020, S. 23)
  • Das indirekte Zitat gibt fremde Ideen und Aussagen in eigenen Worten wieder.
  • Schmidt (2020) betont die Relevanz eines einheitlichen Zitierstils.
  • Das Zitat im Zitat wird mit einfachen Anführungsstrichen aufgeführt.
  • „Originalquellen müssen gekennzeichnet werden, wenn es sich um ein ‘Zitat im Zitat‘ (Schmidt, 2020, S. 23) handelt.“ (Rose, 2021, S. 50)
  • Sekundärzitat
  • „Ein einheitlicher Zitierstil ist wichtig.“ (Schmidt 2020, zitiert nach Rose, 2021, S. 50)

Anführungsstriche werden bei Zitaten, die länger als drei Zeilen sind und eingerückt, in kleinerer Schriftgröße dargestellt werden, nicht aufgeführt. Bei indirekten Zitaten, die paraphrasiert und nicht wörtlich übernommen sind, werden ebenfalls keine Anführungsstriche gesetzt. Umso wichtiger ist bei indirekten Zitaten das Vorsetzen von vgl. (steht für vergleiche) vor den Literaturnachweis. Falls eine Quelle mehrmals nacheinander verwendet wird, muss ebd. oder ausgeschrieben ebenda gesetzt werden.

Ein häufiger Fehler ist das Setzen des Punktes am Satzende. Wird ein kompletter Satz zitiert, so gehört der Punkt vor die Anführungsstriche und der Literaturnachweis dahinter. Beginnt ein Satz eigenständig und wird mit einem Teilzitat beendet, so gehört der Punkt hinter die Anführungsstriche, der Literaturnachweis jedoch davor. Dies wird in wissenschaftlichen Arbeiten sehr häufig falsch angemerkt, weswegen es sich lohnt, dies vorab nachzulesen.

Das Zitieren ist ein nicht zu unterschätzender Aspekt in der wissenschaftlichen Arbeit. Jede verwendete Literatur muss aufgeführt werden, um einen Plagiatsvorwurf zu vermeiden. Falls dies nicht ernst genommen oder sogar komplett ignoriert wird, kann es zur Exmatrikulation kommen.

Seid ihr euch unsicher? Das Team von Korrekturen Magel überprüft gerne die wissenschaftlichen Standards.

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