Effektiv lernen mit der Feynman-Technik

Die Feynman-Technik ist eine Lernmethode, die dir dabei hilft, Inhalte wirklich zu verstehen – nicht nur auswendig zu lernen. Sie wurde nach dem Physiker Richard Feynman benannt, der dafür bekannt war, komplexe Themen so zu erklären, dass sie für alle verständlich wurden. Gerade im Studium, wo viele neue Inhalte auf dich zukommen, kann diese Methode ein echter Schlüssel zu erfolgreichem Lernen sein.

Der Grundgedanke ist einfach: Wenn du etwas nicht klar und verständlich erklären kannst, hast du es noch nicht vollständig verstanden. Ziel der Methode ist es also, dein Wissen so weit zu vertiefen, dass du es in deinen eigenen Worten weitergeben kannst. Dazu wählst du ein Thema aus, das du lernen möchtest, und erklärst es so, als würdest du es jemandem ohne Vorwissen beibringen – etwa einer Freundin, einem Freund oder einer Mitstudentin aus einem anderen Fachbereich.

Während du erklärst, wirst du schnell merken, welche Teile du gut verstanden hast und wo noch Unsicherheiten bestehen. Diese Wissenslücken sind kein Problem, sondern ein wichtiger Teil des Lernprozesses. Sie zeigen dir, wo du nacharbeiten solltest. Schau dir die entsprechenden Stellen in deinen Unterlagen noch einmal an, lies nach und formuliere deine Erklärung anschließend erneut – einfacher, klarer und vollständiger.

Hilfreich ist es auch, Vergleiche und Beispiele zu nutzen. Dadurch kannst du abstrakte Inhalte greifbarer machen und sie besser im Gedächtnis behalten. Je verständlicher und anschaulicher du das Thema erklären kannst, desto sicherer sitzt dein Wissen. Gleichzeitig lernst du, Inhalte zu strukturieren und Zusammenhänge zu erkennen – eine Fähigkeit, die dir in vielen Fächern zugutekommt.

Die Feynman-Technik fördert aktives Lernen und hilft dir, dich wirklich mit dem Stoff auseinanderzusetzen. Statt passiv zu lesen oder auswendig zu lernen, setzt du dich aktiv mit Inhalten auseinander, stellst Fragen und überprüfst dein Verständnis. Das stärkt dein langfristiges Erinnerungsvermögen und gibt dir Sicherheit in Prüfungen.

Gerade im Studium kann diese Methode eine große Unterstützung sein. Sie hilft dir, komplizierte Themen Schritt für Schritt zu durchdringen und den Überblick zu behalten. Mit etwas Übung wirst du merken, wie befriedigend es ist, ein Thema so gut zu verstehen, dass du es anderen erklären kannst. So lernst du nicht nur für die nächste Klausur, sondern entwickelst ein tieferes Verständnis, das dich durch dein gesamtes Studium begleitet.

Veranstaltungsformen im Studium: Was dich erwartet

Der Studienstart bringt nicht nur einen neuen Lebensabschnitt, sondern auch viele neue Begriffe mit sich – darunter Vorlesung, Seminar, Übung und Tutorium. Was auf dem Papier vielleicht ähnlich klingt, hat in der Praxis ganz unterschiedliche Schwerpunkte. Um dir den Einstieg zu erleichtern, findest du hier einen Überblick über die wichtigsten Veranstaltungsformen und ihre Prüfungsleistungen.

Die Vorlesung ist meist der erste Berührungspunkt mit einem Thema. Hier vermittelt dir eine Dozentin theoretisches Grundlagenwissen – oft vor vielen Studierenden im Hörsaal. Deine Aufgabe ist es, zuzuhören, mitzuschreiben und die Inhalte im Anschluss selbstständig nachzuarbeiten. Interaktive Elemente gibt es selten, dafür aber eine gute Basis für alles Weitere. Am Ende des Semesters steht in der Regel eine Klausur, die den Vorlesungsstoff abfragt.

Im Seminar ist dein Mitdenken gefragt. Hier geht es um die intensive Auseinandersetzung mit einem Thema – durch Diskussionen, Textanalysen oder Gruppenarbeiten. Seminare finden in kleineren Gruppen statt und leben vom Austausch. Oft wirst du selbst aktiv, indem du ein Referat hältst oder dich an Gesprächen beteiligst. Die Prüfungsleistung ist häufig eine Hausarbeit oder ein Vortrag mit schriftlicher Ausarbeitung.

Übungen bauen auf den Inhalten der Vorlesung auf – hier wird das Wissen konkret angewendet. Du löst Aufgaben, diskutierst Fälle oder rechnest gemeinsam mit anderen. Ziel ist es, dein Verständnis zu vertiefen und dich gezielt auf Prüfungen vorzubereiten. Manche Übungen beinhalten regelmäßige Abgaben, andere sind rein zur Klausurvorbereitung gedacht.

Das Tutorium schließlich ist eine besondere Lernform: Es wird meist von erfahrenen Studierenden geleitet und unterstützt dich dabei, den Stoff besser zu verstehen. In entspannter Atmosphäre kannst du Fragen stellen, gemeinsam üben und den Überblick behalten. Tutorien sind besonders in den ersten Semestern eine wertvolle Hilfe – eine Prüfungsleistung gibt es hier meist nicht, aber sie können dein Verständnis deutlich verbessern.

Gerade am Anfang hilft es, die verschiedenen Veranstaltungsformen bewusst zu nutzen. Jede hat ihren eigenen Zweck – und gemeinsam sorgen sie dafür, dass du fachlich, methodisch und organisatorisch im Studium ankommst. Am besten: Trau dich, Fragen zu stellen, aktiv mitzuwirken und deinen eigenen Lernstil zu finden.

Ratgeber, Tipps und Tricks – Tipps für Erstsemestler

Der Beginn des Studiums ist für viele ein großer Schritt – alles ist neu: die Stadt, der Campus, die Mitstudierenden und vor allem der Tagesablauf. Gerade in den ersten Wochen kann das schnell überwältigend wirken. Damit du als Ersti gut ins Studentenleben startest und die neuen Herausforderungen entspannt meisterst, findest du hier die wichtigsten Tipps rund um Planung, Lernen, Pausen und Motivation.

Ein zentraler Erfolgsfaktor im Studium ist gute Organisation. Planung ist der Schlüssel – besonders im ersten Semester, wenn sich Vorlesungen, Tutorien, Hausarbeiten und Freizeit noch ungewohnt verteilen. Ein realistischer Lernplan hilft dir, den Überblick zu behalten, Aufgaben rechtzeitig zu erledigen und gezielt auf Prüfungen hinzuarbeiten. Wichtig ist: Plane nicht zu eng, sondern rechne mit Pufferzeiten, Wiederholungsphasen und Zeit für dich selbst.

Neben Struktur braucht dein Studium aber auch Pausen. Viele Erstsemester neigen dazu, besonders viel und lange zu lernen, um nichts zu verpassen – doch das Gegenteil ist oft effektiver. Regelmäßige Pausen helfen dir, konzentriert zu bleiben und das Gelernte besser zu verarbeiten. Egal ob ein kurzer Spaziergang, eine Kaffeepause oder einfach mal abschalten – dein Gehirn braucht diese Erholungsphasen, um langfristig leistungsfähig zu bleiben.

Ein oft unterschätzter, aber entscheidender Faktor ist Schlaf. Gerade im Studium mit flexibleren Tagesabläufen und langen Lernnächten gerät er schnell in den Hintergrund. Dabei ist ausreichender Schlaf ein echter Lernbooster: In den Tiefschlafphasen werden Informationen gefestigt und ins Langzeitgedächtnis überführt. Wer regelmäßig zu wenig schläft, wird auf Dauer unkonzentriert, müde und anfälliger für Stress. Daher gilt: Schlaf ist keine verschwendete Zeit, sondern aktive Lernunterstützung.

Auch wenn vieles neu und ungewohnt ist – du bist nicht allein. Gerade zu Beginn des Studiums lohnt es sich, den Kontakt zu anderen Studierenden zu suchen. Lerngruppen sind eine tolle Möglichkeit, sich gegenseitig zu unterstützen, Inhalte besser zu verstehen und gemeinsam motiviert zu bleiben. Oft lassen sich schwierige Themen im Austausch viel leichter lösen. Außerdem machen Gruppenarbeiten und gemeinsames Lernen das Studium sozialer und weniger stressig.

Am wichtigsten ist jedoch: Bleib fokussiert und verliere nie den Glauben an dich selbst. Es ist völlig normal, dass nicht alles sofort reibungslos läuft. Jeder Anfang ist eine Herausforderung, aber mit der Zeit findest du deinen eigenen Rhythmus. Mit etwas Struktur, ausreichend Pausen, gutem Schlaf und gegenseitiger Unterstützung wirst du dein Studium erfolgreich meistern. Denk immer daran: Du kannst das schaffen.

Ratgeber, Tipps und Tricks – Nachprüfungszeit

Die Prüfungsphase ist geschafft – jetzt beginnt die Nachprüfungszeit, eine wohlverdiente Phase der Erholung und Reflexion. Nach Wochen intensiven Lernens und hoher Belastung ist es wichtig, dir selbst Anerkennung zu schenken und stolz auf das zu sein, was du geleistet hast. Egal, wie deine Prüfungen gelaufen sind, du hast eine wichtige Etappe im Studium erfolgreich gemeistert.

Nutze die Nachprüfungszeit bewusst, um zu entspannen und deine Energiereserven wieder aufzufüllen. Ob du gemütliche Spaziergänge machst, Sport treibst oder einfach mal Zeit mit einem guten Buch verbringst – gönn dir diese Pause. Dein Körper und Geist brauchen jetzt Regeneration, um wieder voll leistungsfähig zu sein.

Neben der Erholung solltest du die freie Zeit auch nutzen, um soziale Kontakte zu pflegen. Treffen mit Freunden oder der Familie helfen dir, den Uni-Alltag hinter dir zu lassen, neue Motivation zu finden und emotional aufzutanken. Der Austausch mit vertrauten Menschen trägt wesentlich zu deinem Wohlbefinden bei.

Gleichzeitig ist die Nachprüfungszeit eine gute Gelegenheit, schon an das kommende Semester zu denken – allerdings ganz entspannt und ohne Stress. Plane in Ruhe deine Kurse, prüfe wichtige Termine und überlege dir, wie du deine Lernstrategie verbessern möchtest. So kannst du mit einem klaren Plan und frischem Fokus ins nächste Semester starten.

Außerdem bietet diese Zeit Raum für eine ehrliche Reflexion: Was hat in der Prüfungsphase gut funktioniert? Wo gibt es noch Luft nach oben? Diese Erkenntnisse helfen dir, deine Arbeitsweise stetig zu optimieren und zukünftige Herausforderungen besser zu meistern.

Kurz gesagt: Die Nachprüfungszeit ist deine Chance, Körper und Geist zu regenerieren, stolz auf dich zu sein und dich auf die nächsten Schritte vorzubereiten. Nutze diese Phase, um neue Energie zu tanken – so bist du bestens gerüstet, um entspannt und motiviert in dein weiteres Studium zu starten.

Ratgeber, Tipps und Tricks – Prüfungszeit

Die Prüfungszeit ist für viele Studierende eine der anspruchsvollsten und stressigsten Phasen im Semester. Damit du diese Herausforderung gut meisterst, ist eine durchdachte Vorbereitung das A und O. Ein realistischer Lernplan verschafft dir Struktur und sorgt dafür, dass du alle Prüfungsinhalte systematisch und rechtzeitig bearbeiten kannst.

Beginne frühzeitig damit, deine Lernzeiten festzulegen und die einzelnen Themen sinnvoll aufzuteilen. So vermeidest du das unangenehme Gefühl, alles auf den letzten Drücker erledigen zu müssen. Ein strukturierter Plan hilft dir dabei, fokussiert zu bleiben und deine Zeit effizient zu nutzen.

Ebenso wichtig wie das Lernen selbst sind regelmäßige Pausen. Sie helfen deinem Gehirn, die aufgenommenen Informationen zu verarbeiten und Erschöpfung vorzubeugen. Ob ein kurzer Spaziergang, Atemübungen oder ein kleiner Snack – Pausen sind keine verlorene Zeit, sondern ein wichtiger Teil deiner Lernstrategie.

Auch ausreichend Schlaf solltest du während der Prüfungsphase nicht vernachlässigen. Studien zeigen, dass mindestens sieben Stunden Schlaf pro Nacht entscheidend sind, damit dein Gehirn neues Wissen dauerhaft abspeichern kann. Versuche also, trotz Lernstress einen geregelten Schlafrhythmus beizubehalten.

Eine weitere bewährte Methode, um stressfrei zu lernen, ist das gemeinsame Lernen in Lerngruppen. Hier könnt ihr euch gegenseitig motivieren, schwierige Fragen besprechen und voneinander profitieren. Gerade das gemeinsame Erarbeiten von komplexen Themen macht das Lernen oft leichter und abwechslungsreicher.

Letztlich ist es wichtig, während der Prüfungszeit fokussiert und positiv zu bleiben. Vertraue darauf, dass du gut vorbereitet bist und die Prüfungen meistern kannst. Mit einer klaren Planung, bewussten Pausen, genügend Schlaf und dem Austausch in Lerngruppen legst du den Grundstein für deinen Prüfungserfolg.

Ratgeber, Tipps und Trick – Wissenschaftliche Arbeit schreiben in der vorlesungsfreien Zeit

Die vorlesungsfreie Zeit eignet sich super, um endlich mal richtig an deiner wissenschaftlichen Arbeit zu arbeiten – ohne den Stress von Vorlesungen und Prüfungen. Wenn du diese Zeit clever nutzt, kannst du produktiver sein und bessere Ergebnisse erzielen. Wichtig ist, dass du zu den Zeiten arbeitest, an denen du am besten drauf bist. Egal, ob du Frühaufsteher oder Nachtmensch bist – richte deinen Arbeitsplan so ein, dass du in deinen persönlichen „Powerstunden“ richtig durchstarten kannst.

Außerdem kannst du jetzt endlich in Ruhe Bibliotheken und wissenschaftliche Datenbanken durchstöbern. Ohne Ablenkungen hast du die perfekte Chance, dich intensiv in die Recherche zu stürzen und wichtige Quellen zu sammeln. Schaffe dir dazu einen ruhigen und ablenkungsfreien Arbeitsplatz – so fällt das konzentrierte Arbeiten gleich viel leichter.

Damit du nicht den Überblick verlierst, teile deine Arbeit in kleine, konkrete Ziele auf, zum Beispiel „Kapitel 1 in zwei Tagen“. So bleibst du motiviert und kannst Schritt für Schritt vorankommen. Und denk dran: Der erste Entwurf muss nicht perfekt sein! Fang einfach an zu schreiben, überarbeiten kannst du später immer noch.

Pausen sind ebenfalls wichtig – nutze die freie Zeit, um regelmäßig kurze Erholungsphasen einzulegen. Das hält deinen Kopf frisch und steigert deine Konzentration. Außerdem kannst du deine Arbeit flexibel gliedern und bei Bedarf anpassen. Nutze die vorlesungsfreie Zeit auch, um dir regelmäßig Feedback von Betreuer:innen oder Kommiliton:innen zu holen. Ohne den Druck von Prüfungen hast du genug Raum, deine Arbeit zu verbessern und entspannt an deinem Projekt zu feilen.

Kurz gesagt: Die vorlesungsfreie Zeit bietet dir die beste Chance, stressfrei, strukturiert und effektiv an deiner wissenschaftlichen Arbeit zu schreiben. Nutze die freie Zeit, um konzentriert zu arbeiten, deine Ziele im Blick zu behalten und deine Arbeit mit weniger Stress und mehr Fokus abzuschließen.

Ratgeber, Tipps und Tricks – Study-Life-Balance

Erstis oder Master- und Staatsexamensabsolventen, alle an unterschiedlichen Punkten im Studium, haben eine Gemeinsamkeit, nämlich Stress! Abhilfe schafft eine ausgeglichene Study-Life-Balance. Doch wie geht man das Ganze bei den vielen Herausforderungen, Unsicherheiten und Bedürfnissen im Studentenalltag am besten an?

Bei vielen Studierenden nimmt im Laufe des Studiums die Verunsicherung zu, der Leistungsdruck steigt mit jedem Semester, die hohe Selbsterwartung ist ebenso nicht zu vergessen, denn diese ruft nicht selten den Perfektionismus hervor. Diese Aspekte führen zu Phasen der Anspannung, in denen permanent Leistung erbracht werden muss und Erholungspausen keinen Platz haben.

Intensive Gedankengänge bezüglich der Stressbewältigung, Selbstmotivation und Abgrenzungsfähigkeit helfen dabei, Lösungs- und Veränderungsstrategien zu erarbeiten und ein Gleichgewicht in den Studentenalltag zu bringen. Welche Dinge bereiten dir Freude und gehen nicht mit Anspannung einher? Überlegungen diesbezüglich reduzieren den Stress und verbessern die Gesamtsituation.

Eine ausgewogene Study-Life-Balance erreicht man also, indem zwischen den Phasen der Anspannung und Leistung sowie den Phasen der Ruhe und Erholung ein Gleichgewicht herrscht.

Besonders gefährdet sind Studierende, die zu hohe Erwartungen an sich und ihre Zukunft haben, die sich in ihrer Leistungsfähigkeit überschätzen, sowie Studierende, die neben dem Studium sehr viel Energie für die Existenzsicherung aufwenden müssen und an ihre persönliche Leistungsgrenze gelangen.

Um dem entgegenzuwirken, folgen 10 einfache Tipps, wie die Study-Life-Balance im Studentenleben umgesetzt werden kann:

#1 To-do-Liste erstellen

#2 Zeitplan mit Puffer für Erholungspausen

#3 Störfaktoren beim Lernen minimieren

#4 Pausen nach circa einer Stude Lernzeit gönnen

#5 Belohnungen für die Motivation

#6 Ernährung optimieren

#7 Wasserzufuhr erhöhen

#8 Sport durchziehen

#9 Schlaf nicht unterschätzen

#10 Zeit für dich schaffen!

Beherzige diese 10 Tipps und du wirst nach kürzester Zeit merken, wie sich die Study-Life-Balance einstellt. Denn auch wenn die Zeit knapp ist, bringt dich stundenlanges Lernen ohne Pause nicht zum Erfolg, weil deine Konzentration nachlässt. Nutze Pausen, um an die frische Luft zu gehen oder dich mit Freunden abzulenken. Verliere aber nicht den Fokus, das Studium!

Ratgeber, Tipps und Tricks – Prokrastination

Das Substantiv „Prokrastination“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet das Verschieben, Aufschieben oder andauernde Unterbrechen von anstehenden Aufgaben, Tätigkeiten oder Entscheidungen. Das Verb „prokrastinieren“ stammt von dem lateinischen Wort „procrastinatio“ ab, was so viel wie Aufschub oder Vertagung bedeutet. Insbesondere das extreme Aufschieben gilt sogar als pathologische Störung. Dies ist der Fall, wenn das Fertigstellen gar nicht oder nur unter enormem Druck zustande kommt.

Schauen wir uns zunächst einige Gründe für Prokrastination an. Unstrukturiertes Multitasking unangenehmer Aufgaben, ohne Pausen und Belohnungen, in einer undefinierten Zeit, gestresst und lustlos durchzuführen, wären wohl die gängigsten Aspekte zusammengefasst. Angst vor Fehlern oder die Bewertung anderer lässt ebenfalls verschiedene Dinge nach dem Motto „Wer eine Aufgabe nicht angeht, kann auch nichts falsch machen.“ aufschieben. Das Ausweichen auf andere Aufgaben, die diese Angst nicht auslösen, scheint die bessere Alternative. Verschiedene Ersatzhandlungen werden stattdessen bevorzugt ausgeführt. Dies bringt schneller positive Ergebnisse als die eigentlich zu erledigende Aufgabe. Attraktivere oder leichtere Aufgaben schieben das Problem aber nur auf, denn früher oder später musst du sowieso ran. Also wieso nicht gleich mit dem Schlimmsten anfangen!?

Tipps und Tricks:

#1 Hinterfragen – Warum eine Aufgabe aufgeschoben wird, ist eine wichtige Frage an sich selbst. Kennt man den Grund, kann man gezielt dagegen angehen.

#2 To-Do-Liste – Welche Aufgaben anstehen, kann am Vorabend bereits notiert werden. Dies bringt zum einen die Gedanken aus dem Kopf auf das Papier, zum anderen kann es am Folgetag direkt losgehen.

#3 Monotasking – Wie flexibel bist du? In diesem Fall am besten gar nicht. Konzentriere dich auf eine einzige Aufgabe und arbeite diese ab, bevor du dich anderen Aufgaben widmest.

#4 Prioritäten setzen – Welche Aufgaben zu erledigen sind, kann der Wichtigkeit nach kategorisiert werden. Alternativ kann mit der unangenehmsten Aufgabe begonnen werden. So kann es nur noch angenehmer werden!

#5 Realistisch bleiben – Wer sich überfordert, ist schnell demotiviert und gestresst. Die Motivation verwandelt sich in Lustlosigkeit. Teilschritte und kleine Pausen nach jedem erreichten Teilschritt bringen dir die Motivation zurück.

#6 Deadline festlegen – Wie viel Zeit für eine Aufgabe benötigt wird, ist individuell. Ein konkretes Zeitfenster ist aber wichtig, weil du so konzentrierter an den Aufgaben arbeiten kannst.

#7 Fokussiert bleiben – Was ablenkt, wird beseitigt! Schaffe dir ein angenehmes Arbeitsumfeld, in dem du nicht von anderen gestört werden kannst. Zudem ist es auch wichtig, dass du dich selbst disziplinierst und das Handy weglegst oder den Flugmodus einstellst.

#8 Belohnung – Wenn eine Teilaufgabe oder Aufgabe erledigt ist, freue dich darüber und belohne dich. Bei Teilaufgaben reicht eine Pause, in der man etwas komplett Anderes, aber Schönes macht. Für die Erledigung größerer Aufgaben solltest du dir etwas richtig Tolles überlegen.

#9 Transparenz – Wie viele Aufgaben bereits erledigt wurden, siehst du auf der von dir angefertigten To-Do-Liste. Die erledigten Aufgaben einfach durchstreichen und genießen, dass es immer weniger werden.

ABER merke dir: Keine ruhigen Tage einzuplanen, ist auch Aufschieben! Gönne dir also einige erholsame Tage ohne schlechtes Gewissen. Dies bedeutet nämlich nicht, dass du faul bist, dass du nicht genug machst, dass du für immer alles vor dir herschieben musst, dass du deine Ziele niemals erreichen wirst. Das bedeutet lediglich, dass du dir eine Belohnung gönnst, dass du dir Zeit für dich nimmst, dass du neue Energie tankst, dass du anschließend produktiver bist!

Wissenschaftliche Arbeit – Zitierweise

In wissenschaftlichen Arbeiten wird zur Bearbeitung der Forschungsfrage auf fremdes Gedankengut zurückgegriffen. Alle verwendeten Aussagen von Autoren und Autorinnen müssen mit der genauen Fundstelle belegt werden, um Plagiatsvorwürfe zu vermeiden. Das Belegen der verwendeten Textstellen wird in Seminararbeiten, Bachelorarbeiten und Masterarbeiten anhand von Zitaten durchgeführt.

Das Zitieren erfolgt nach festen Vorgaben, die nach Hochschule und Fachrichtung variieren. Aus diesem Grund ist es immer ratsam, vor Beginn des Schreibprozesses abzuklären, welche Präferenzen der Prüfende hat oder welche Zitierweise von der Hochschule beziehungsweise der Fachrichtung des Studienganges verlangt wird. Dies vermeidet anschließendes Chaos bei der Überarbeitung nach der geforderten Zitierweise.

Beim Zitieren gibt es verschiedene Zitierstile. Entweder wird der Literaturnachweis direkt im Fließtext in Klammern aufgeführt (z. B. APA-Richtlinien, Harvard-Zitierweise, MLA-Stil) oder die Quellenangabe wird als Fußnote gesetzt, was auch als deutsche Zitierweise bezeichnet wird. Wichtig ist vor allem, dass innerhalb einer Arbeit einheitlich zitiert wird und nicht zwischen den verschiedenen Zitierstilen gesprungen wird.

Neben den verschiedenen Zitierstilen gibt es auch unterschiedliche Zitat-Typen:

  • Das direkte Zitat gibt wörtlich fremde Aussagen wieder.
  • „Ein einheitlicher Zitatstil ist wichtig.“ (Schmidt, 2020, S. 23)
  • Das indirekte Zitat gibt fremde Ideen und Aussagen in eigenen Worten wieder.
  • Schmidt (2020) betont die Relevanz eines einheitlichen Zitierstils.
  • Das Zitat im Zitat wird mit einfachen Anführungsstrichen aufgeführt.
  • „Originalquellen müssen gekennzeichnet werden, wenn es sich um ein ‘Zitat im Zitat‘ (Schmidt, 2020, S. 23) handelt.“ (Rose, 2021, S. 50)
  • Sekundärzitat
  • „Ein einheitlicher Zitierstil ist wichtig.“ (Schmidt 2020, zitiert nach Rose, 2021, S. 50)

Anführungsstriche werden bei Zitaten, die länger als drei Zeilen sind und eingerückt, in kleinerer Schriftgröße dargestellt werden, nicht aufgeführt. Bei indirekten Zitaten, die paraphrasiert und nicht wörtlich übernommen sind, werden ebenfalls keine Anführungsstriche gesetzt. Umso wichtiger ist bei indirekten Zitaten das Vorsetzen von vgl. (steht für vergleiche) vor den Literaturnachweis. Falls eine Quelle mehrmals nacheinander verwendet wird, muss ebd. oder ausgeschrieben ebenda gesetzt werden.

Ein häufiger Fehler ist das Setzen des Punktes am Satzende. Wird ein kompletter Satz zitiert, so gehört der Punkt vor die Anführungsstriche und der Literaturnachweis dahinter. Beginnt ein Satz eigenständig und wird mit einem Teilzitat beendet, so gehört der Punkt hinter die Anführungsstriche, der Literaturnachweis jedoch davor. Dies wird in wissenschaftlichen Arbeiten sehr häufig falsch angemerkt, weswegen es sich lohnt, dies vorab nachzulesen.

Das Zitieren ist ein nicht zu unterschätzender Aspekt in der wissenschaftlichen Arbeit. Jede verwendete Literatur muss aufgeführt werden, um einen Plagiatsvorwurf zu vermeiden. Falls dies nicht ernst genommen oder sogar komplett ignoriert wird, kann es zur Exmatrikulation kommen.

Seid ihr euch unsicher? Das Team von Korrekturen Magel überprüft gerne die wissenschaftlichen Standards.

Wissenschaftliche Arbeit – Zeitformen

Zeitformen in wissenschaftlichen Arbeiten werden von Studierenden des Öfteren durcheinandergebracht. Dabei ist die falsche Nutzung sinnverändernd und kann zu ungewollten Aussagen führen. Mit Berücksichtigung der folgenden Aspekte wird die Verwendung der Zeitformen in der wissenschaftlichen Arbeit ganz simple!

Hauptsächlich wird das Präsens verwendet, nur in seltenen Fällen greift man auf das Perfekt oder Präteritum zurück. Beim Schreiben ist darauf zu achten, welcher Teil der wissenschaftlichen Arbeit aktuell verfasst wird, denn bei der Einleitung, dem Theorieteil, der Literaturübersicht, den Methoden und beim Fazit werden unterschiedliche Zeitformen verwendet.

Bei der Einleitung wird das Präsens für die Ausgangssituation der Arbeit verwendet. Der Forschungsstand und das Ziel der Arbeit werden ebenfalls im Präsens formuliert. Anders sieht es bei der Beschreibung historischer Hintergründe aus. Dabei wird das Perfekt verwendet.

Im theoretischen Teil der wissenschaftlichen Arbeit wechseln ebenfalls die Zeitformen Präsens, Perfekt und Präteritum. Das Präsens wird bei Verweisen auf publiziertes Wissen und bei Definitionen verwendet. Beschreibt die wissenschaftliche Arbeit Erfindungen oder Schöpfungen, wird das Perfekt oder Präteritum verwendet.

Die Literaturübersicht stellt gegenwärtiges Wissen oder Informationen mit allgemeiner Gültigkeit dar, was im Präsens verfasst wird. Möchte man hervorheben, was eine bestimmte Person tat oder herausfand, wird das Präteritum verwendet.

Im Methodenteil wird das Präsens für die Beschreibung des Untersuchungsgebietes verwendet, wohingegen die Beschreibung der tatsächlichen Durchführung der Arbeitsschritte im Perfekt oder Präteritum verfasst wird.

Die Ergebnisse werden im Perfekt oder Präteritum formuliert, weswegen im Fazit die genannten Zeitformen verwendet werden. Die Interpretation der gewonnenen Erkenntnisse wird allerdings im Präsens verfasst.

Einen Sonderfall gibt es jedoch: das historische Präsens. Dabei werden vergangene Ereignisse in der Gegenwartsform wiedergegeben, damit sich die Lesenden besser in das Geschehene hineinversetzen können. Diese Form wird für wissenschaftliche Arbeiten aber nicht empfohlen und nur selten von den Prüfenden explizit gefordert.