Wissenschaftliche Arbeit – Inhaltsverzeichnis

Das Inhaltsverzeichnis ist ein sehr wichtiger Bestandteil der wissenschaftlichen Arbeit und verschafft einen ersten Überblick über die Struktur der Arbeit, ihren Aufbau und den roten Faden. Die Lesenden sehen auf einen Blick die in der wissenschaftlichen Arbeit behandelten Themen. Doch was macht ein Inhaltsverzeichnis perfekt?

Der erste Schritt zu einem aussagekräftigen Inhaltsverzeichnis ist die Gliederung der Arbeit. Dadurch werden grobe Ideen gesammelt und strukturiert. Wichtige Aspekte werden der Einleitung, dem Hauptteil und dem Schluss zugeteilt sowie in dem Inhaltsverzeichnis durch spezifische Benennungen mithilfe von Gliederungspunkten aufgelistet.

Die Gliederungspunkte können sowohl mit Zahlen als auch mit Buchstaben versehen werden. Von einer gemeinsamen Verwendung von Ziffern und Buchstaben (alpha-numerischen Ordnung) ist eher abzuraten, weil dies die Ordnung unnötig verkompliziert. Bei Seminar-, Bachelor- und Masterarbeiten ist die reine numerische Ordnung zu empfehlen.

Je umfangreicher die wissenschaftliche Arbeit ist, desto mehr Unterkapitel werden eingebaut. Besser für den Lesefluss ist allerdings ein sinnvoll verknüpfter Text mit Absätzen, in denen die wichtigsten Informationen gebündelt sind. Bei Unterkapiteln ist zudem zu beachten, dass es mindestens zwei Unterkapitel geben muss. Es ist somit nicht zulässig, dass nach Kapitel 2. nur Unterkapitel 2.1 folgt, sondern mindestens ein Unterkapitel 2.2 vorhanden sein muss.

Typische Fehler, die häufig in studentischen Arbeiten vorkommen, können ganz einfach vermieden werden:

  • Sämtliche Überschriften der Kapitel müssen wortgleich aufgeführt werden und dürfen nicht gekürzt werden, um beispielsweise Platz zu sparen.
  • Überschriften ohne Nummerierung gehören nicht in das Inhaltsverzeichnis. Jede Überschrift eines Kapitels und Unterkapitels muss nummeriert sein.
  • Bestandteile der Arbeit dürfen nicht fehlen. Alle Elemente der Arbeit, wie das Vorwort, Abbildungsverzeichnis, Anhang und Eidesstattliche Erklärung, gehören in das Inhaltsverzeichnis. Eine Ausnahme ist das Titelblatt und das Inhaltsverzeichnis selbst.
  • Jeder Gliederungspunkt muss mit einer korrekten Seitenzahl versehen werden. Dabei wird die Seite notiert, worauf das Kapitel beginnt. Hierfür ist die automatische Erstellung des Inhaltsverzeichnisses hilfreich.
  • Redundante Formulierungen sollten vermieden werden. Dies bedeutet, dass die Unterpunkte keine wortgetreue Wiederholung der Oberpunkte sein sollten.
  • Komplizierte Satzkonstruktionen, wie Relativsätze, sind im Inhaltsverzeichnis zu vermeiden.
  • Kommas sollten in Kapitelüberschriften nicht auftauchen.
  • Eine substantivierte Satzform wird in Überschriften bevorzugt. Dies bedeutet, dass Verben in den Kapitelüberschriften vermieden werden sollten.

Sollten die typischen Fehler berücksichtigt und in der eigenen wissenschaftlichen Arbeit vermieden werden, dann steht einer formal korrekten Gestaltung des Inhaltsverzeichnisses nichts im Wege. Korrekturen Magel überprüft neben der Korrektur oder dem Lektorat gerne die Einhaltung der wissenschaftlichen Standards.