Korrektorat – Grammatik

Die Grammatik ist neben der Rechtschreibung ein weiteres Feld, das beim Korrekturlesen von wissenschaftlichen Arbeiten berücksichtigt werden muss. Selten sind bei den Studierenden die Regeln erlerntes grammatikalisches Wissen, sondern oft das einfache Sprachgefühl als Muttersprachler. Doch vor allem Ausnahmeregelungen führen vermehrt zur falschen Anwendung von Grammatik und somit zu einer höheren Fehleranzahl in der wissenschaftlichen Arbeit. Ein erfahrener Korrekturleser bzw. eine erfahrene Korrekturleserin verfügt über ein gefestigtes grammatikalisches Wissen, das bei Seminar- oder Abschlussarbeiten als Unterstützung hinzugezogen werden sollte.

Ein Satz besteht aus vielen Wörtern, die nicht beliebig gegliedert sind, sondern eine feste Anordnung haben. Dies führt zu einer besseren Lesbarkeit und somit zu einem besseren Verständnis der Sätze. Aus diesem Grund ist die Anwendung eines regelgerechten Baus von Satzteilen für das sinngemäße Verständnis des gesamten Textes notwendig.

Das flüssige Lesen einer wissenschaftlichen Arbeit wird außerdem durch das korrekte Konjugieren und Deklinieren von Wörtern unterstützt. Das Beugen von Substantiven und den dazugehörigen Artikeln, Adjektiven und Pronomen fällt unter den Begriff Deklination. Die Konjugation beschreibt die korrekte grammatikalische Form eines Verbs. Wissenslücken oder Unachtsamkeit bezüglich der Flexion von Wörtern kann zu Unklarheiten im Text führen. Deswegen ist es wichtig, dass starke als auch schwache Verben richtig gebeugt werden, der Kasus von Adjektiven korrekt verwendet wird und der Numerus von Verben bei mehreren Subjekten beachtet wird. Die falsche Bildung des Plurals und der Steigerungsformen des Adjektivs werden selten bewusst falsch gemacht. Trotzdem kommt es bei Zeitdruck oft vor, dass sich solche Fehler einschleichen und von einem erfahrenen Korrekturleser bzw. einer erfahrenen Korrekturleserin beseitigt werden müssen.

Ein weiterer Punkt ist die korrekte Verwendung der Zeitformen in Seminar- oder Abschlussarbeiten. Viele Studierende wenden das Präsens, Präteritum und Perfekt falsch an. Dabei gibt es klare Vorschriften, wann welche Zeitform verwendet werden muss. Zu beachten ist allerdings, dass je nach Studiengang unterschiedliche Richtlinien bezüglich des Verfassens von wissenschaftlichen Arbeiten sowie der verwendeten Zeitformen vorliegen. Aus diesem Grund ist es immer ratsam, sich die Richtlinien der eigenen Universität und des Studiengangs anzuschauen oder direkt die Prüfenden zu fragen. Dadurch werden weitere unnötige Fehler in der wissenschaftlichen Arbeit vermieden.

Unter Zeitdruck wird weniger auf die Rechtschreibung oder Grammatik geachtet, sondern viel mehr auf die Fertigstellung der wissenschaftlichen Arbeit vor dem Ablauf der Frist. Dabei werden nicht zu selten Wörter vergessen, weil der Kopf schneller denkt, als die Finger tippen. Die Konjunktion dass wird mit dem Pronomen das verwechselt. In manchen Regionen Deutschlands achten Studierende nicht auf die korrekte Verwendung von als und wie.

Der Punkt Grammatik ist somit umfangreicher als der Punkt Rechtschreibung und nimmt beim Korrekturlesen viel mehr Zeit in Anspruch. Korrekturen Magel übernimmt gerne die Korrektur!

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