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Ratgeber, Tipps und Trick – Wissenschaftliche Arbeit schreiben in der vorlesungsfreien Zeit

Die vorlesungsfreie Zeit eignet sich super, um endlich mal richtig an deiner wissenschaftlichen Arbeit zu arbeiten – ohne den Stress von Vorlesungen und Prüfungen. Wenn du diese Zeit clever nutzt, kannst du produktiver sein und bessere Ergebnisse erzielen. Wichtig ist, dass du zu den Zeiten arbeitest, an denen du am besten drauf bist. Egal, ob du Frühaufsteher oder Nachtmensch bist – richte deinen Arbeitsplan so ein, dass du in deinen persönlichen „Powerstunden“ richtig durchstarten kannst.

Außerdem kannst du jetzt endlich in Ruhe Bibliotheken und wissenschaftliche Datenbanken durchstöbern. Ohne Ablenkungen hast du die perfekte Chance, dich intensiv in die Recherche zu stürzen und wichtige Quellen zu sammeln. Schaffe dir dazu einen ruhigen und ablenkungsfreien Arbeitsplatz – so fällt das konzentrierte Arbeiten gleich viel leichter.

Damit du nicht den Überblick verlierst, teile deine Arbeit in kleine, konkrete Ziele auf, zum Beispiel „Kapitel 1 in zwei Tagen“. So bleibst du motiviert und kannst Schritt für Schritt vorankommen. Und denk dran: Der erste Entwurf muss nicht perfekt sein! Fang einfach an zu schreiben, überarbeiten kannst du später immer noch.

Pausen sind ebenfalls wichtig – nutze die freie Zeit, um regelmäßig kurze Erholungsphasen einzulegen. Das hält deinen Kopf frisch und steigert deine Konzentration. Außerdem kannst du deine Arbeit flexibel gliedern und bei Bedarf anpassen. Nutze die vorlesungsfreie Zeit auch, um dir regelmäßig Feedback von Betreuer:innen oder Kommiliton:innen zu holen. Ohne den Druck von Prüfungen hast du genug Raum, deine Arbeit zu verbessern und entspannt an deinem Projekt zu feilen.

Kurz gesagt: Die vorlesungsfreie Zeit bietet dir die beste Chance, stressfrei, strukturiert und effektiv an deiner wissenschaftlichen Arbeit zu schreiben. Nutze die freie Zeit, um konzentriert zu arbeiten, deine Ziele im Blick zu behalten und deine Arbeit mit weniger Stress und mehr Fokus abzuschließen.

Ratgeber, Tipps und Tricks – Study-Life-Balance

Erstis oder Master- und Staatsexamensabsolventen, alle an unterschiedlichen Punkten im Studium, haben eine Gemeinsamkeit, nämlich Stress! Abhilfe schafft eine ausgeglichene Study-Life-Balance. Doch wie geht man das Ganze bei den vielen Herausforderungen, Unsicherheiten und Bedürfnissen im Studentenalltag am besten an?

Bei vielen Studierenden nimmt im Laufe des Studiums die Verunsicherung zu, der Leistungsdruck steigt mit jedem Semester, die hohe Selbsterwartung ist ebenso nicht zu vergessen, denn diese ruft nicht selten den Perfektionismus hervor. Diese Aspekte führen zu Phasen der Anspannung, in denen permanent Leistung erbracht werden muss und Erholungspausen keinen Platz haben.

Intensive Gedankengänge bezüglich der Stressbewältigung, Selbstmotivation und Abgrenzungsfähigkeit helfen dabei, Lösungs- und Veränderungsstrategien zu erarbeiten und ein Gleichgewicht in den Studentenalltag zu bringen. Welche Dinge bereiten dir Freude und gehen nicht mit Anspannung einher? Überlegungen diesbezüglich reduzieren den Stress und verbessern die Gesamtsituation.

Eine ausgewogene Study-Life-Balance erreicht man also, indem zwischen den Phasen der Anspannung und Leistung sowie den Phasen der Ruhe und Erholung ein Gleichgewicht herrscht.

Besonders gefährdet sind Studierende, die zu hohe Erwartungen an sich und ihre Zukunft haben, die sich in ihrer Leistungsfähigkeit überschätzen, sowie Studierende, die neben dem Studium sehr viel Energie für die Existenzsicherung aufwenden müssen und an ihre persönliche Leistungsgrenze gelangen.

Um dem entgegenzuwirken, folgen 10 einfache Tipps, wie die Study-Life-Balance im Studentenleben umgesetzt werden kann:

#1 To-do-Liste erstellen

#2 Zeitplan mit Puffer für Erholungspausen

#3 Störfaktoren beim Lernen minimieren

#4 Pausen nach circa einer Stude Lernzeit gönnen

#5 Belohnungen für die Motivation

#6 Ernährung optimieren

#7 Wasserzufuhr erhöhen

#8 Sport durchziehen

#9 Schlaf nicht unterschätzen

#10 Zeit für dich schaffen!

Beherzige diese 10 Tipps und du wirst nach kürzester Zeit merken, wie sich die Study-Life-Balance einstellt. Denn auch wenn die Zeit knapp ist, bringt dich stundenlanges Lernen ohne Pause nicht zum Erfolg, weil deine Konzentration nachlässt. Nutze Pausen, um an die frische Luft zu gehen oder dich mit Freunden abzulenken. Verliere aber nicht den Fokus, das Studium!

Ratgeber, Tipps und Tricks – Prokrastination

Das Substantiv „Prokrastination“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet das Verschieben, Aufschieben oder andauernde Unterbrechen von anstehenden Aufgaben, Tätigkeiten oder Entscheidungen. Das Verb „prokrastinieren“ stammt von dem lateinischen Wort „procrastinatio“ ab, was so viel wie Aufschub oder Vertagung bedeutet. Insbesondere das extreme Aufschieben gilt sogar als pathologische Störung. Dies ist der Fall, wenn das Fertigstellen gar nicht oder nur unter enormem Druck zustande kommt.

Schauen wir uns zunächst einige Gründe für Prokrastination an. Unstrukturiertes Multitasking unangenehmer Aufgaben, ohne Pausen und Belohnungen, in einer undefinierten Zeit, gestresst und lustlos durchzuführen, wären wohl die gängigsten Aspekte zusammengefasst. Angst vor Fehlern oder die Bewertung anderer lässt ebenfalls verschiedene Dinge nach dem Motto „Wer eine Aufgabe nicht angeht, kann auch nichts falsch machen.“ aufschieben. Das Ausweichen auf andere Aufgaben, die diese Angst nicht auslösen, scheint die bessere Alternative. Verschiedene Ersatzhandlungen werden stattdessen bevorzugt ausgeführt. Dies bringt schneller positive Ergebnisse als die eigentlich zu erledigende Aufgabe. Attraktivere oder leichtere Aufgaben schieben das Problem aber nur auf, denn früher oder später musst du sowieso ran. Also wieso nicht gleich mit dem Schlimmsten anfangen!?

Tipps und Tricks:

#1 Hinterfragen – Warum eine Aufgabe aufgeschoben wird, ist eine wichtige Frage an sich selbst. Kennt man den Grund, kann man gezielt dagegen angehen.

#2 To-Do-Liste – Welche Aufgaben anstehen, kann am Vorabend bereits notiert werden. Dies bringt zum einen die Gedanken aus dem Kopf auf das Papier, zum anderen kann es am Folgetag direkt losgehen.

#3 Monotasking – Wie flexibel bist du? In diesem Fall am besten gar nicht. Konzentriere dich auf eine einzige Aufgabe und arbeite diese ab, bevor du dich anderen Aufgaben widmest.

#4 Prioritäten setzen – Welche Aufgaben zu erledigen sind, kann der Wichtigkeit nach kategorisiert werden. Alternativ kann mit der unangenehmsten Aufgabe begonnen werden. So kann es nur noch angenehmer werden!

#5 Realistisch bleiben – Wer sich überfordert, ist schnell demotiviert und gestresst. Die Motivation verwandelt sich in Lustlosigkeit. Teilschritte und kleine Pausen nach jedem erreichten Teilschritt bringen dir die Motivation zurück.

#6 Deadline festlegen – Wie viel Zeit für eine Aufgabe benötigt wird, ist individuell. Ein konkretes Zeitfenster ist aber wichtig, weil du so konzentrierter an den Aufgaben arbeiten kannst.

#7 Fokussiert bleiben – Was ablenkt, wird beseitigt! Schaffe dir ein angenehmes Arbeitsumfeld, in dem du nicht von anderen gestört werden kannst. Zudem ist es auch wichtig, dass du dich selbst disziplinierst und das Handy weglegst oder den Flugmodus einstellst.

#8 Belohnung – Wenn eine Teilaufgabe oder Aufgabe erledigt ist, freue dich darüber und belohne dich. Bei Teilaufgaben reicht eine Pause, in der man etwas komplett Anderes, aber Schönes macht. Für die Erledigung größerer Aufgaben solltest du dir etwas richtig Tolles überlegen.

#9 Transparenz – Wie viele Aufgaben bereits erledigt wurden, siehst du auf der von dir angefertigten To-Do-Liste. Die erledigten Aufgaben einfach durchstreichen und genießen, dass es immer weniger werden.

ABER merke dir: Keine ruhigen Tage einzuplanen, ist auch Aufschieben! Gönne dir also einige erholsame Tage ohne schlechtes Gewissen. Dies bedeutet nämlich nicht, dass du faul bist, dass du nicht genug machst, dass du für immer alles vor dir herschieben musst, dass du deine Ziele niemals erreichen wirst. Das bedeutet lediglich, dass du dir eine Belohnung gönnst, dass du dir Zeit für dich nimmst, dass du neue Energie tankst, dass du anschließend produktiver bist!

Wissenschaftliche Arbeit – Zitierweise

In wissenschaftlichen Arbeiten wird zur Bearbeitung der Forschungsfrage auf fremdes Gedankengut zurückgegriffen. Alle verwendeten Aussagen von Autoren und Autorinnen müssen mit der genauen Fundstelle belegt werden, um Plagiatsvorwürfe zu vermeiden. Das Belegen der verwendeten Textstellen wird in Seminararbeiten, Bachelorarbeiten und Masterarbeiten anhand von Zitaten durchgeführt.

Das Zitieren erfolgt nach festen Vorgaben, die nach Hochschule und Fachrichtung variieren. Aus diesem Grund ist es immer ratsam, vor Beginn des Schreibprozesses abzuklären, welche Präferenzen der Prüfende hat oder welche Zitierweise von der Hochschule beziehungsweise der Fachrichtung des Studienganges verlangt wird. Dies vermeidet anschließendes Chaos bei der Überarbeitung nach der geforderten Zitierweise.

Beim Zitieren gibt es verschiedene Zitierstile. Entweder wird der Literaturnachweis direkt im Fließtext in Klammern aufgeführt (z. B. APA-Richtlinien, Harvard-Zitierweise, MLA-Stil) oder die Quellenangabe wird als Fußnote gesetzt, was auch als deutsche Zitierweise bezeichnet wird. Wichtig ist vor allem, dass innerhalb einer Arbeit einheitlich zitiert wird und nicht zwischen den verschiedenen Zitierstilen gesprungen wird.

Neben den verschiedenen Zitierstilen gibt es auch unterschiedliche Zitat-Typen:

  • Das direkte Zitat gibt wörtlich fremde Aussagen wieder.
  • „Ein einheitlicher Zitatstil ist wichtig.“ (Schmidt, 2020, S. 23)
  • Das indirekte Zitat gibt fremde Ideen und Aussagen in eigenen Worten wieder.
  • Schmidt (2020) betont die Relevanz eines einheitlichen Zitierstils.
  • Das Zitat im Zitat wird mit einfachen Anführungsstrichen aufgeführt.
  • „Originalquellen müssen gekennzeichnet werden, wenn es sich um ein ‘Zitat im Zitat‘ (Schmidt, 2020, S. 23) handelt.“ (Rose, 2021, S. 50)
  • Sekundärzitat
  • „Ein einheitlicher Zitierstil ist wichtig.“ (Schmidt 2020, zitiert nach Rose, 2021, S. 50)

Anführungsstriche werden bei Zitaten, die länger als drei Zeilen sind und eingerückt, in kleinerer Schriftgröße dargestellt werden, nicht aufgeführt. Bei indirekten Zitaten, die paraphrasiert und nicht wörtlich übernommen sind, werden ebenfalls keine Anführungsstriche gesetzt. Umso wichtiger ist bei indirekten Zitaten das Vorsetzen von vgl. (steht für vergleiche) vor den Literaturnachweis. Falls eine Quelle mehrmals nacheinander verwendet wird, muss ebd. oder ausgeschrieben ebenda gesetzt werden.

Ein häufiger Fehler ist das Setzen des Punktes am Satzende. Wird ein kompletter Satz zitiert, so gehört der Punkt vor die Anführungsstriche und der Literaturnachweis dahinter. Beginnt ein Satz eigenständig und wird mit einem Teilzitat beendet, so gehört der Punkt hinter die Anführungsstriche, der Literaturnachweis jedoch davor. Dies wird in wissenschaftlichen Arbeiten sehr häufig falsch angemerkt, weswegen es sich lohnt, dies vorab nachzulesen.

Das Zitieren ist ein nicht zu unterschätzender Aspekt in der wissenschaftlichen Arbeit. Jede verwendete Literatur muss aufgeführt werden, um einen Plagiatsvorwurf zu vermeiden. Falls dies nicht ernst genommen oder sogar komplett ignoriert wird, kann es zur Exmatrikulation kommen.

Seid ihr euch unsicher? Das Team von Korrekturen Magel überprüft gerne die wissenschaftlichen Standards.

Wissenschaftliche Arbeit – Zeitformen

Zeitformen in wissenschaftlichen Arbeiten werden von Studierenden des Öfteren durcheinandergebracht. Dabei ist die falsche Nutzung sinnverändernd und kann zu ungewollten Aussagen führen. Mit Berücksichtigung der folgenden Aspekte wird die Verwendung der Zeitformen in der wissenschaftlichen Arbeit ganz simple!

Hauptsächlich wird das Präsens verwendet, nur in seltenen Fällen greift man auf das Perfekt oder Präteritum zurück. Beim Schreiben ist darauf zu achten, welcher Teil der wissenschaftlichen Arbeit aktuell verfasst wird, denn bei der Einleitung, dem Theorieteil, der Literaturübersicht, den Methoden und beim Fazit werden unterschiedliche Zeitformen verwendet.

Bei der Einleitung wird das Präsens für die Ausgangssituation der Arbeit verwendet. Der Forschungsstand und das Ziel der Arbeit werden ebenfalls im Präsens formuliert. Anders sieht es bei der Beschreibung historischer Hintergründe aus. Dabei wird das Perfekt verwendet.

Im theoretischen Teil der wissenschaftlichen Arbeit wechseln ebenfalls die Zeitformen Präsens, Perfekt und Präteritum. Das Präsens wird bei Verweisen auf publiziertes Wissen und bei Definitionen verwendet. Beschreibt die wissenschaftliche Arbeit Erfindungen oder Schöpfungen, wird das Perfekt oder Präteritum verwendet.

Die Literaturübersicht stellt gegenwärtiges Wissen oder Informationen mit allgemeiner Gültigkeit dar, was im Präsens verfasst wird. Möchte man hervorheben, was eine bestimmte Person tat oder herausfand, wird das Präteritum verwendet.

Im Methodenteil wird das Präsens für die Beschreibung des Untersuchungsgebietes verwendet, wohingegen die Beschreibung der tatsächlichen Durchführung der Arbeitsschritte im Perfekt oder Präteritum verfasst wird.

Die Ergebnisse werden im Perfekt oder Präteritum formuliert, weswegen im Fazit die genannten Zeitformen verwendet werden. Die Interpretation der gewonnenen Erkenntnisse wird allerdings im Präsens verfasst.

Einen Sonderfall gibt es jedoch: das historische Präsens. Dabei werden vergangene Ereignisse in der Gegenwartsform wiedergegeben, damit sich die Lesenden besser in das Geschehene hineinversetzen können. Diese Form wird für wissenschaftliche Arbeiten aber nicht empfohlen und nur selten von den Prüfenden explizit gefordert.

Wissenschaftliche Arbeit – Inhaltsverzeichnis

Das Inhaltsverzeichnis ist ein sehr wichtiger Bestandteil der wissenschaftlichen Arbeit und verschafft einen ersten Überblick über die Struktur der Arbeit, ihren Aufbau und den roten Faden. Die Lesenden sehen auf einen Blick die in der wissenschaftlichen Arbeit behandelten Themen. Doch was macht ein Inhaltsverzeichnis perfekt?

Der erste Schritt zu einem aussagekräftigen Inhaltsverzeichnis ist die Gliederung der Arbeit. Dadurch werden grobe Ideen gesammelt und strukturiert. Wichtige Aspekte werden der Einleitung, dem Hauptteil und dem Schluss zugeteilt sowie in dem Inhaltsverzeichnis durch spezifische Benennungen mithilfe von Gliederungspunkten aufgelistet.

Die Gliederungspunkte können sowohl mit Zahlen als auch mit Buchstaben versehen werden. Von einer gemeinsamen Verwendung von Ziffern und Buchstaben (alpha-numerischen Ordnung) ist eher abzuraten, weil dies die Ordnung unnötig verkompliziert. Bei Seminar-, Bachelor- und Masterarbeiten ist die reine numerische Ordnung zu empfehlen.

Je umfangreicher die wissenschaftliche Arbeit ist, desto mehr Unterkapitel werden eingebaut. Besser für den Lesefluss ist allerdings ein sinnvoll verknüpfter Text mit Absätzen, in denen die wichtigsten Informationen gebündelt sind. Bei Unterkapiteln ist zudem zu beachten, dass es mindestens zwei Unterkapitel geben muss. Es ist somit nicht zulässig, dass nach Kapitel 2. nur Unterkapitel 2.1 folgt, sondern mindestens ein Unterkapitel 2.2 vorhanden sein muss.

Typische Fehler, die häufig in studentischen Arbeiten vorkommen, können ganz einfach vermieden werden:

  • Sämtliche Überschriften der Kapitel müssen wortgleich aufgeführt werden und dürfen nicht gekürzt werden, um beispielsweise Platz zu sparen.
  • Überschriften ohne Nummerierung gehören nicht in das Inhaltsverzeichnis. Jede Überschrift eines Kapitels und Unterkapitels muss nummeriert sein.
  • Bestandteile der Arbeit dürfen nicht fehlen. Alle Elemente der Arbeit, wie das Vorwort, Abbildungsverzeichnis, Anhang und Eidesstattliche Erklärung, gehören in das Inhaltsverzeichnis. Eine Ausnahme ist das Titelblatt und das Inhaltsverzeichnis selbst.
  • Jeder Gliederungspunkt muss mit einer korrekten Seitenzahl versehen werden. Dabei wird die Seite notiert, worauf das Kapitel beginnt. Hierfür ist die automatische Erstellung des Inhaltsverzeichnisses hilfreich.
  • Redundante Formulierungen sollten vermieden werden. Dies bedeutet, dass die Unterpunkte keine wortgetreue Wiederholung der Oberpunkte sein sollten.
  • Komplizierte Satzkonstruktionen, wie Relativsätze, sind im Inhaltsverzeichnis zu vermeiden.
  • Kommas sollten in Kapitelüberschriften nicht auftauchen.
  • Eine substantivierte Satzform wird in Überschriften bevorzugt. Dies bedeutet, dass Verben in den Kapitelüberschriften vermieden werden sollten.

Sollten die typischen Fehler berücksichtigt und in der eigenen wissenschaftlichen Arbeit vermieden werden, dann steht einer formal korrekten Gestaltung des Inhaltsverzeichnisses nichts im Wege. Korrekturen Magel überprüft neben der Korrektur oder dem Lektorat gerne die Einhaltung der wissenschaftlichen Standards.

Wissenschaftliche Arbeit – Fazit

Das Fazit einer wissenschaftlichen Arbeit wird in der Regel als „Resümee“, „Schluss“ oder einfach nur „Ergebnisse“ betitelt und fasst die Ergebnisse der Forschung in der wissenschaftlichen Arbeit kurz zusammen. Dabei wird im besten Fall die Forschungsfrage aus der Einleitung beantwortet. Ist dies nicht der Fall, sollte die wissenschaftliche Arbeit überarbeitet werden, weil die Einleitung und das Fazit aufeinander abgestimmt sein müssen und die gesamte wissenschaftliche Arbeit abrunden.

Bei dem Verfassen des Fazits für die wissenschaftliche Arbeit ist darauf zu achten, dass keine neuen Aspekte oder Erkenntnisse aufgeführt werden. Lediglich die im Hauptteil behandelten Punkte werden kurz und knapp zusammengefasst dargestellt. Dies gilt auch für Quellen und Literatur. Zitate sollten ebenfalls im Fazit vermieden werden.

Hilfreich ist es immer, sich Stichpunkte während des Schreibprozesses oder unmittelbar nach Fertigstellung des Hauptteils zu notieren. Dadurch werden keine wichtigen Aspekte vergessen oder aus Versehen neue ergänzt. Die Ausformulierung der Stichpunkte wird allerdings erst nach der Erstellung der Einleitung empfohlen, weil dadurch auf Aspekte in der Einleitung angeknüpft werden kann. Die Einleitung und das Fazit müssen immer in Bezug gesetzt werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt, der in der wissenschaftlichen Arbeit nicht fehlen darf, ist die anknüpfende Forschung und der Ausblick in die Zukunft. Aus Platzmangel können nicht alle Aspekte in der Arbeit behandelt werden, weswegen weitere Forschungsmöglichkeiten im Fazit genannt werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Fazit nur einen kleinen, aber sehr wichtigen Teil der wissenschaftlichen Arbeit ausmacht. Hierin werden die wichtigsten Erkenntnisse bezugnehmend auf die Fragestellung in der Einleitung festgehalten und Ausblicke auf weitere Forschungsmöglichkeiten gegeben. Da das Fazit üblicherweise zuletzt gelesen wird, ist dies die Möglichkeit, einen bleibenden positiven Eindruck zu hinterlassen.

Wissenschaftliche Arbeit – Einleitung

Die Einleitung einer wissenschaftlichen Arbeit ist der erste Eindruck des gesamten Textes. Das Ziel einer Einleitung ist somit, die Lesenden zu packen und diese zu motivieren, die gesamte wissenschaftliche Arbeit zu lesen. Dies bedeutet aber nicht, dass sprachlich übertrieben werden soll, sondern durch eine klare Struktur die Aufmerksamkeit gewonnen wird. Beispielsweise kann das Interesse der Lesenden durch eine klar formulierte Forschungsfrage und die Relevanz des Themas geweckt werden.

Die Einleitung einer wissenschaftlichen Arbeit weist immer dieselben Aspekte auf:

  • Thema
  • Fragestellung
  • Relevanz
  • Forschungslage
  • Vorgehen
  • Ergebnisse

Die Einleitung stellt alle Aspekte in einem Fließtext dar, die in Form von Abschnitten strukturiert werden. Dieser Fließtext verfolgt klare Vorgaben und beinhaltet in den meisten Fällen die aufgeführten Aspekte. Die Einleitung sollte ca. 10 % der gesamten Arbeit ausmachen.

Zunächst ist ein Aufmacher notwendig, der das Interesse der Lesenden weckt. Verschiedene Einstiegsmöglichkeiten der Einleitung sind denkbar. Das Zitat einer historischen Quelle oder ein Satz aus einem Forschungsbeitrag könnte ein guter Aufmacher sein, der die Aufnahmefähigkeit der Lesenden aktiviert. Die Aktualität eines Themas kann mit Hilfe von aktuellen Befunden oder einer aktuellen Situation dargelegt werden. Ein kurzer Hinweis auf die Relevanz des Themas sollte ebenfalls nicht fehlen. Zudem ist denkbar, die Einleitung mit der Darstellung von Fakten, Befunden oder Situationen zu beginnen. Mutige Schreibende können die Einleitung mit einer provokanten Behauptung starten.

Anschließend sollte die Fragestellung aufgeführt werden. Der Lesende sollte so früh wie möglich mit der Fragestellung vertraut gemacht werden, damit den Argumenten im Hauptteil gefolgt werden kann. Die Frage kann als direkte Forschungsfrage formuliert werden, aber auch indirekt als Aussagesatz.

Das Vorgehen stellt einen weiteren wichtigen Aspekt der Einleitung dar. Hierbei wird das Material, das verwendet wurde, benannt und begründet. Dabei sollten relevante Texte, Quellen und Studien erwähnt werden. Zudem sollte unter diesem Aspekt die methodische Vorgehensweise erläutert werden. Der Aufbau der gesamten Arbeit wird kurz skizziert, damit die Schritte der Untersuchung nachvollzogen werden können.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Einleitung einen groben Aufbau hat: Nennung des Themas und der Forschungsfrage, Erläuterung der Relevanz und ein aktueller Bezug, Beschreibung der Vorgehensweise sowie die Nennung der verwendeten Materialien und der Methodik. Alle Aspekte dienen einem Zweck: Neugierde der Lesenden wecken!

Eine Einleitung sollte immer als letzter Teil geschrieben werden, da nur so ein Gesamtüberblick vorhanden ist, der es ermöglicht, eine Einleitung zu formulieren. Denn erst am Ende des Schreibprozesses steht das Fazit und die Einleitung kann noch entsprechend angepasst werden, weil diese immer abgestimmt sein sollen.

Wissenschaftliche Arbeit – Gliederung

Die Themenfindung ist erfolgt, die Forschungsfrage ist formuliert, nun folgt die Gliederung der wissenschaftlichen Arbeit. Im besten Fall wurde bereits während der Literaturrecherche eine Mindmap erstellt, die bei der Erstellung der Gliederung behilflich ist und der wissenschaftlichen Arbeit Struktur verleiht. Die verschiedenen Begriffe auf der Mindmap können den Kapiteln und Unterkapiteln zugeordnet werden. Falls ein Kapitel nur wenige Informationen enthält, sollte überdacht werden, ob die Literaturrecherche ausgeweitet werden soll oder dieses Kapitel nicht so wichtig ist und weggelassen werden kann. Vielleicht lässt es sich aber auch einem anderen Kapitel zuordnen.

Eine wissenschaftliche Arbeit besteht aus drei Teilen: Einleitung, Hauptteil und Schluss. Diese drei Teile können mehrere Kapitel und Unterkapitel beinhalten, weswegen das Inhaltsverzeichnis nicht nur drei Abschnitte aufweist. Der Umfang hängt von der Art der Arbeit ab: Hausarbeit, Bachelorarbeit oder Masterarbeit. Wichtig hierbei ist, dass Unterkapitel nur gesetzt werden, wenn es mindestens zwei sind. Bei einem Unterpunkt 1.1 muss es also mindestens auch einen Unterpunkt 1.2 geben. Zudem darf hinter der letzten Ziffer der Kapitel und Unterkapitel kein Punkt gesetzt werden (nicht 2.2., sondern 2.2).

Es gibt verschiedene formale Gliederungssysteme. Zum einen wird in wissenschaftlichen Arbeiten das nummerische Gliederungssystem verwenden, zum anderen gibt es aber auch das alpha-nummerische. Das nummerische Gliederungssystem besteht ausschließlich aus Zahlen. Das alpha-nummerische weist hingegen sowohl Zahlen als auch Buchstaben auf. Bei empirischen Arbeiten wird das Gliederungsmodell meistens vorgegeben. Bei nicht empirischen Arbeiten besteht mehr Spielraum, weswegen aus folgenden Modellen gewählt werden kann:

  • Systematische Gliederung: Einzelne Hypothesen werden in eigenen Kapiteln nacheinander dargestellt.
  • Chronologische Gliederung: Jedes Kapitel stellt eine Phase eines Prozesses dar, um die Entwicklung deutlich zu machen.
  • Ursachen-Wirkung-Gliederung: Hierbei wird nach den Ursachen eines Phänomens oder den Wirkungen strukturiert. Jede Ursache bzw. jede Wirkung wird jeweils im eigenen Kapitel dargelegt.
  • Relationsgliederung: Objekte oder Phänomene werden in vergleichenden Arbeiten in Beziehung zueinander gesetzt.
  • Alternierende Gliederung: Hierbei werden verschiedene Aspekte in einzelnen Kapiteln vergleichend behandelt.

Zur Gliederung gehört zudem die Seitenkalkulation. Für die Einleitung sollten maximal 10 % der Arbeit eingeplant werden, für den Schlussteil nur 5 %. Durch solch eine Seitenkalkulation kann verhindert werden, dass während des Schreibprozesses auffällt, dass die Seitenvorgabe entweder unterschritten oder überschritten wird und der Hauptteil umgeplant werden muss, damit der Text schlüssig bleibt. Mit der Kalkulation der Seiten kann nach Bedarf frühzeitig gegengesteuert werden.

Dies bedeutet nicht, dass die Gliederung während des Schreibprozesses nicht mehr verändert werden kann. Selbstverständlich können Textstellen umformuliert und Gedanken, die an anderen Stellen besser passen, umplatziert werden. Die Gliederung verändert sich dadurch nur minimal. In der Regel bleibt aber die Reihenfolge erhalten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Gliederung grob aus drei Teilen besteht. Je nach Themenbereich sind unterschiedliche Gliederungsmodelle geeigneter. Mit Hilfe einer Seitenkalkulation besteht eine geringere Wahrscheinlichkeit, die gesamte Arbeit neu gliedern zu müssen.

Wissenschaftliche Arbeit – Literaturrecherche

Die Literaturrecherche bildet die Basis für die wissenschaftliche Arbeit. Bevor das Schreiben der wissenschaftlichen Arbeit starten kann, benötigen Studierende geeignete Literatur, die sie in ihren Hausarbeiten, Bachelorarbeiten oder Masterarbeiten verwenden können. Es empfiehlt sich, mehrere Quellen in den einzelnen Kapiteln aufzuführen und nicht wenige Quellen für die gesamte Arbeit zu verwenden. Doch wie findet sich passende Literatur?

Sowohl gedruckte Werke als auch Internetquellen sind in wissenschaftlichen Arbeiten zugelassen, vorausgesetzt diese werden an den jeweiligen Stellen korrekt ausgewiesen. Je nach Fachgebiet sind eher Fachbücher zu bevorzugen. In einigen Fachgebieten, insbesondere bei aktuellerer Forschung, kann auf wissenschaftliche Papers oder Essays zurückgegriffen werden, um neuste Erkenntnisse aufführen zu können. Weitere zugelassene Informationsquellen sind Fachzeitschriften, Statistiken oder auch Berichterstattung in den Medien. Wichtig hierbei ist, dass auf die Seriosität der Quellen geachtet wird, denn nicht jede Quelle ist verlässlich.

Eine weniger empfehlenswerte Quelle für wissenschaftliche Arbeiten ist Wikipedia, da die Informationen oft nicht belegt sind und daher in einer wissenschaftlichen Arbeit nicht zitiert werden sollten. Wikipedia kann jedoch problemlos zum Einlesen in ein bestimmtes Themengebiet genutzt werden, um sich einen Überblick zu verschaffen. Wenn eine Originalquelle vermerkt ist, empfiehlt es sich, dieser zu folgen und sich die aufgeführten Quellen anzuschauen. Allerdings sollte Wikipedia selbst in wissenschaftlichen Arbeiten nicht zitiert werden.

Texte aus Seminaren an der Universität sind oft vorselektierte Inhalte durch die Leitenden der Seminare. Diese Texte beinhalten des Öfteren mehrmals erwähnte Autoren oder Werke, die als Hinweis für weitere Anlaufstellen für die Literaturrecherche angesehen werden können.

Google Scholar bietet viele Publikationen zu verschiedenen Themen, die zeitlich eingegrenzt werden können. Somit kannst du gezielt nach aktuellen Forschungsergebnissen suchen.

Google Books sollte durchstöbert werden, wenn ein bestimmtest Buch in der Bibliothek nicht verfügbar ist. Oft sind die Bücher online bei Google Books verfügbar und können eingesehen werden.

Weitere hilfreiche Links zur Literaturrecherche:

JSTOR Home

Pedocs – Fachportal für Pädagogik

DBIS: Fachübersicht (ur.de)

Suchmaschine BASE (Bielefeld Academic Search Engine): Standardsuche (base-search.net)

Datenbanken – Verbundzentrale des GBV

MetaGer – Mehr als eine Suchmaschine

Search Publications | ResearchGate

Sci-Hub (scihubtw.tw)

Fachdatenbanken | WZB

Suchen Sie nach Büchern, Musik, Videos, Aufsätzen usw. in Bibliotheken in Ihrer Nähe. (worldcat.org)

Das Primo Suchportal – neue Möglichkeit zur schnellen und einfachen Literatursuche • Universität Passau (uni-passau.de)

Electronic library. Download books free. Finding books (b-ok.cc)

ResearchGate | Find and share research

EconStor: Startseite

EconBiz – Find Economic Literature

Um die wissenschaftlichen Standards in wissenschaftlichen Arbeiten einzuhalten, ist es wichtig, die korrekte Zitierweise zu verwenden. Zur Erleichterung des Schreibprozesses kann bereits während der Literaturrecherche eine Gliederung für die wissenschaftliche Arbeit erstellt werden. Die Literaturrecherche erfolgt präziser, wenn sich die Studierenden bereits mit der Themenfindung und der Forschungsfrage beschäftigt haben. Dadurch entsteht ein Überblick über das gesamte Projekt und Studierende können gezielt nach geeigneter Literatur suchen.