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Wissenschaftliche Arbeit – Inhaltsverzeichnis

Das Inhaltsverzeichnis ist ein sehr wichtiger Bestandteil der wissenschaftlichen Arbeit und verschafft einen ersten Überblick über die Struktur der Arbeit, ihren Aufbau und den roten Faden. Die Lesenden sehen auf einen Blick die in der wissenschaftlichen Arbeit behandelten Themen. Doch was macht ein Inhaltsverzeichnis perfekt?

Der erste Schritt zu einem aussagekräftigen Inhaltsverzeichnis ist die Gliederung der Arbeit. Dadurch werden grobe Ideen gesammelt und strukturiert. Wichtige Aspekte werden der Einleitung, dem Hauptteil und dem Schluss zugeteilt sowie in dem Inhaltsverzeichnis durch spezifische Benennungen mithilfe von Gliederungspunkten aufgelistet.

Die Gliederungspunkte können sowohl mit Zahlen als auch mit Buchstaben versehen werden. Von einer gemeinsamen Verwendung von Ziffern und Buchstaben (alpha-numerischen Ordnung) ist eher abzuraten, weil dies die Ordnung unnötig verkompliziert. Bei Seminar-, Bachelor- und Masterarbeiten ist die reine numerische Ordnung zu empfehlen.

Je umfangreicher die wissenschaftliche Arbeit ist, desto mehr Unterkapitel werden eingebaut. Besser für den Lesefluss ist allerdings ein sinnvoll verknüpfter Text mit Absätzen, in denen die wichtigsten Informationen gebündelt sind. Bei Unterkapiteln ist zudem zu beachten, dass es mindestens zwei Unterkapitel geben muss. Es ist somit nicht zulässig, dass nach Kapitel 2. nur Unterkapitel 2.1 folgt, sondern mindestens ein Unterkapitel 2.2 vorhanden sein muss.

Typische Fehler, die häufig in studentischen Arbeiten vorkommen, können ganz einfach vermieden werden:

  • Sämtliche Überschriften der Kapitel müssen wortgleich aufgeführt werden und dürfen nicht gekürzt werden, um beispielsweise Platz zu sparen.
  • Überschriften ohne Nummerierung gehören nicht in das Inhaltsverzeichnis. Jede Überschrift eines Kapitels und Unterkapitels muss nummeriert sein.
  • Bestandteile der Arbeit dürfen nicht fehlen. Alle Elemente der Arbeit, wie das Vorwort, Abbildungsverzeichnis, Anhang und Eidesstattliche Erklärung, gehören in das Inhaltsverzeichnis. Eine Ausnahme ist das Titelblatt und das Inhaltsverzeichnis selbst.
  • Jeder Gliederungspunkt muss mit einer korrekten Seitenzahl versehen werden. Dabei wird die Seite notiert, worauf das Kapitel beginnt. Hierfür ist die automatische Erstellung des Inhaltsverzeichnisses hilfreich.
  • Redundante Formulierungen sollten vermieden werden. Dies bedeutet, dass die Unterpunkte keine wortgetreue Wiederholung der Oberpunkte sein sollten.
  • Komplizierte Satzkonstruktionen, wie Relativsätze, sind im Inhaltsverzeichnis zu vermeiden.
  • Kommas sollten in Kapitelüberschriften nicht auftauchen.
  • Eine substantivierte Satzform wird in Überschriften bevorzugt. Dies bedeutet, dass Verben in den Kapitelüberschriften vermieden werden sollten.

Sollten die typischen Fehler berücksichtigt und in der eigenen wissenschaftlichen Arbeit vermieden werden, dann steht einer formal korrekten Gestaltung des Inhaltsverzeichnisses nichts im Wege. Korrekturen Magel überprüft neben der Korrektur oder dem Lektorat gerne die Einhaltung der wissenschaftlichen Standards.

Wissenschaftliche Arbeit – Fazit

Das Fazit einer wissenschaftlichen Arbeit wird in der Regel als „Resümee“, „Schluss“ oder einfach nur „Ergebnisse“ betitelt und fasst die Ergebnisse der Forschung in der wissenschaftlichen Arbeit kurz zusammen. Dabei wird im besten Fall die Forschungsfrage aus der Einleitung beantwortet. Ist dies nicht der Fall, sollte die wissenschaftliche Arbeit überarbeitet werden, weil die Einleitung und das Fazit aufeinander abgestimmt sein müssen und die gesamte wissenschaftliche Arbeit abrunden.

Bei dem Verfassen des Fazits für die wissenschaftliche Arbeit ist darauf zu achten, dass keine neuen Aspekte oder Erkenntnisse aufgeführt werden. Lediglich die im Hauptteil behandelten Punkte werden kurz und knapp zusammengefasst dargestellt. Dies gilt auch für Quellen und Literatur. Zitate sollten ebenfalls im Fazit vermieden werden.

Hilfreich ist es immer, sich Stichpunkte während des Schreibprozesses oder unmittelbar nach Fertigstellung des Hauptteils zu notieren. Dadurch werden keine wichtigen Aspekte vergessen oder aus Versehen neue ergänzt. Die Ausformulierung der Stichpunkte wird allerdings erst nach der Erstellung der Einleitung empfohlen, weil dadurch auf Aspekte in der Einleitung angeknüpft werden kann. Die Einleitung und das Fazit müssen immer in Bezug gesetzt werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt, der in der wissenschaftlichen Arbeit nicht fehlen darf, ist die anknüpfende Forschung und der Ausblick in die Zukunft. Aus Platzmangel können nicht alle Aspekte in der Arbeit behandelt werden, weswegen weitere Forschungsmöglichkeiten im Fazit genannt werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Fazit nur einen kleinen, aber sehr wichtigen Teil der wissenschaftlichen Arbeit ausmacht. Hierin werden die wichtigsten Erkenntnisse bezugnehmend auf die Fragestellung in der Einleitung festgehalten und Ausblicke auf weitere Forschungsmöglichkeiten gegeben. Da das Fazit üblicherweise zuletzt gelesen wird, ist dies die Möglichkeit, einen bleibenden positiven Eindruck zu hinterlassen.

Wissenschaftliche Arbeit – Einleitung

Die Einleitung einer wissenschaftlichen Arbeit ist der erste Eindruck des gesamten Textes. Das Ziel einer Einleitung ist somit, die Lesenden zu packen und diese zu motivieren, die gesamte wissenschaftliche Arbeit zu lesen. Dies bedeutet aber nicht, dass sprachlich übertrieben werden soll, sondern durch eine klare Struktur die Aufmerksamkeit gewonnen wird. Beispielsweise kann das Interesse der Lesenden durch eine klar formulierte Forschungsfrage und die Relevanz des Themas geweckt werden.

Die Einleitung einer wissenschaftlichen Arbeit weist immer dieselben Aspekte auf:

  • Thema
  • Fragestellung
  • Relevanz
  • Forschungslage
  • Vorgehen
  • Ergebnisse

Die Einleitung stellt alle Aspekte in einem Fließtext dar, die in Form von Abschnitten strukturiert werden. Dieser Fließtext verfolgt klare Vorgaben und beinhaltet in den meisten Fällen die aufgeführten Aspekte. Die Einleitung sollte ca. 10 % der gesamten Arbeit ausmachen.

Zunächst ist ein Aufmacher notwendig, der das Interesse der Lesenden weckt. Verschiedene Einstiegsmöglichkeiten der Einleitung sind denkbar. Das Zitat einer historischen Quelle oder ein Satz aus einem Forschungsbeitrag könnte ein guter Aufmacher sein, der die Aufnahmefähigkeit der Lesenden aktiviert. Die Aktualität eines Themas kann mit Hilfe von aktuellen Befunden oder einer aktuellen Situation dargelegt werden. Ein kurzer Hinweis auf die Relevanz des Themas sollte ebenfalls nicht fehlen. Zudem ist denkbar, die Einleitung mit der Darstellung von Fakten, Befunden oder Situationen zu beginnen. Mutige Schreibende können die Einleitung mit einer provokanten Behauptung starten.

Anschließend sollte die Fragestellung aufgeführt werden. Der Lesende sollte so früh wie möglich mit der Fragestellung vertraut gemacht werden, damit den Argumenten im Hauptteil gefolgt werden kann. Die Frage kann als direkte Forschungsfrage formuliert werden, aber auch indirekt als Aussagesatz.

Das Vorgehen stellt einen weiteren wichtigen Aspekt der Einleitung dar. Hierbei wird das Material, das verwendet wurde, benannt und begründet. Dabei sollten relevante Texte, Quellen und Studien erwähnt werden. Zudem sollte unter diesem Aspekt die methodische Vorgehensweise erläutert werden. Der Aufbau der gesamten Arbeit wird kurz skizziert, damit die Schritte der Untersuchung nachvollzogen werden können.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Einleitung einen groben Aufbau hat: Nennung des Themas und der Forschungsfrage, Erläuterung der Relevanz und ein aktueller Bezug, Beschreibung der Vorgehensweise sowie die Nennung der verwendeten Materialien und der Methodik. Alle Aspekte dienen einem Zweck: Neugierde der Lesenden wecken!

Eine Einleitung sollte immer als letzter Teil geschrieben werden, da nur so ein Gesamtüberblick vorhanden ist, der es ermöglicht, eine Einleitung zu formulieren. Denn erst am Ende des Schreibprozesses steht das Fazit und die Einleitung kann noch entsprechend angepasst werden, weil diese immer abgestimmt sein sollen.

Wissenschaftliche Arbeit – Gliederung

Die Themenfindung ist erfolgt, die Forschungsfrage ist formuliert, nun folgt die Gliederung der wissenschaftlichen Arbeit. Im besten Fall wurde bereits während der Literaturrecherche eine Mindmap erstellt, die bei der Erstellung der Gliederung behilflich ist und der wissenschaftlichen Arbeit Struktur verleiht. Die verschiedenen Begriffe auf der Mindmap können den Kapiteln und Unterkapiteln zugeordnet werden. Falls ein Kapitel nur wenige Informationen enthält, sollte überdacht werden, ob die Literaturrecherche ausgeweitet werden soll oder dieses Kapitel nicht so wichtig ist und weggelassen werden kann. Vielleicht lässt es sich aber auch einem anderen Kapitel zuordnen.

Eine wissenschaftliche Arbeit besteht aus drei Teilen: Einleitung, Hauptteil und Schluss. Diese drei Teile können mehrere Kapitel und Unterkapitel beinhalten, weswegen das Inhaltsverzeichnis nicht nur drei Abschnitte aufweist. Der Umfang hängt von der Art der Arbeit ab: Hausarbeit, Bachelorarbeit oder Masterarbeit. Wichtig hierbei ist, dass Unterkapitel nur gesetzt werden, wenn es mindestens zwei sind. Bei einem Unterpunkt 1.1 muss es also mindestens auch einen Unterpunkt 1.2 geben. Zudem darf hinter der letzten Ziffer der Kapitel und Unterkapitel kein Punkt gesetzt werden (nicht 2.2., sondern 2.2).

Es gibt verschiedene formale Gliederungssysteme. Zum einen wird in wissenschaftlichen Arbeiten das nummerische Gliederungssystem verwenden, zum anderen gibt es aber auch das alpha-nummerische. Das nummerische Gliederungssystem besteht ausschließlich aus Zahlen. Das alpha-nummerische weist hingegen sowohl Zahlen als auch Buchstaben auf. Bei empirischen Arbeiten wird das Gliederungsmodell meistens vorgegeben. Bei nicht empirischen Arbeiten besteht mehr Spielraum, weswegen aus folgenden Modellen gewählt werden kann:

  • Systematische Gliederung: Einzelne Hypothesen werden in eigenen Kapiteln nacheinander dargestellt.
  • Chronologische Gliederung: Jedes Kapitel stellt eine Phase eines Prozesses dar, um die Entwicklung deutlich zu machen.
  • Ursachen-Wirkung-Gliederung: Hierbei wird nach den Ursachen eines Phänomens oder den Wirkungen strukturiert. Jede Ursache bzw. jede Wirkung wird jeweils im eigenen Kapitel dargelegt.
  • Relationsgliederung: Objekte oder Phänomene werden in vergleichenden Arbeiten in Beziehung zueinander gesetzt.
  • Alternierende Gliederung: Hierbei werden verschiedene Aspekte in einzelnen Kapiteln vergleichend behandelt.

Zur Gliederung gehört zudem die Seitenkalkulation. Für die Einleitung sollten maximal 10 % der Arbeit eingeplant werden, für den Schlussteil nur 5 %. Durch solch eine Seitenkalkulation kann verhindert werden, dass während des Schreibprozesses auffällt, dass die Seitenvorgabe entweder unterschritten oder überschritten wird und der Hauptteil umgeplant werden muss, damit der Text schlüssig bleibt. Mit der Kalkulation der Seiten kann nach Bedarf frühzeitig gegengesteuert werden.

Dies bedeutet nicht, dass die Gliederung während des Schreibprozesses nicht mehr verändert werden kann. Selbstverständlich können Textstellen umformuliert und Gedanken, die an anderen Stellen besser passen, umplatziert werden. Die Gliederung verändert sich dadurch nur minimal. In der Regel bleibt aber die Reihenfolge erhalten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Gliederung grob aus drei Teilen besteht. Je nach Themenbereich sind unterschiedliche Gliederungsmodelle geeigneter. Mit Hilfe einer Seitenkalkulation besteht eine geringere Wahrscheinlichkeit, die gesamte Arbeit neu gliedern zu müssen.

Wissenschaftliche Arbeit – Literaturrecherche

Die Literaturrecherche bildet die Basis für die wissenschaftliche Arbeit. Bevor das Schreiben der wissenschaftlichen Arbeit starten kann, benötigen Studierende geeignete Literatur, die sie in ihren Hausarbeiten, Bachelorarbeiten oder Masterarbeiten verwenden können. Es empfiehlt sich, mehrere Quellen in den einzelnen Kapiteln aufzuführen und nicht wenige Quellen für die gesamte Arbeit zu verwenden. Doch wie findet sich passende Literatur?

Sowohl gedruckte Werke als auch Internetquellen sind in wissenschaftlichen Arbeiten zugelassen, vorausgesetzt diese werden an den jeweiligen Stellen korrekt ausgewiesen. Je nach Fachgebiet sind eher Fachbücher zu bevorzugen. In einigen Fachgebieten, insbesondere bei aktuellerer Forschung, kann auf wissenschaftliche Papers oder Essays zurückgegriffen werden, um neuste Erkenntnisse aufführen zu können. Weitere zugelassene Informationsquellen sind Fachzeitschriften, Statistiken oder auch Berichterstattung in den Medien. Wichtig hierbei ist, dass auf die Seriosität der Quellen geachtet wird, denn nicht jede Quelle ist verlässlich.

Eine weniger empfehlenswerte Quelle für wissenschaftliche Arbeiten ist Wikipedia, da die Informationen oft nicht belegt sind und daher in einer wissenschaftlichen Arbeit nicht zitiert werden sollten. Wikipedia kann jedoch problemlos zum Einlesen in ein bestimmtes Themengebiet genutzt werden, um sich einen Überblick zu verschaffen. Wenn eine Originalquelle vermerkt ist, empfiehlt es sich, dieser zu folgen und sich die aufgeführten Quellen anzuschauen. Allerdings sollte Wikipedia selbst in wissenschaftlichen Arbeiten nicht zitiert werden.

Texte aus Seminaren an der Universität sind oft vorselektierte Inhalte durch die Leitenden der Seminare. Diese Texte beinhalten des Öfteren mehrmals erwähnte Autoren oder Werke, die als Hinweis für weitere Anlaufstellen für die Literaturrecherche angesehen werden können.

Google Scholar bietet viele Publikationen zu verschiedenen Themen, die zeitlich eingegrenzt werden können. Somit kannst du gezielt nach aktuellen Forschungsergebnissen suchen.

Google Books sollte durchstöbert werden, wenn ein bestimmtest Buch in der Bibliothek nicht verfügbar ist. Oft sind die Bücher online bei Google Books verfügbar und können eingesehen werden.

Weitere hilfreiche Links zur Literaturrecherche:

JSTOR Home

Pedocs – Fachportal für Pädagogik

DBIS: Fachübersicht (ur.de)

Suchmaschine BASE (Bielefeld Academic Search Engine): Standardsuche (base-search.net)

Datenbanken – Verbundzentrale des GBV

MetaGer – Mehr als eine Suchmaschine

Search Publications | ResearchGate

Sci-Hub (scihubtw.tw)

Fachdatenbanken | WZB

Suchen Sie nach Büchern, Musik, Videos, Aufsätzen usw. in Bibliotheken in Ihrer Nähe. (worldcat.org)

Das Primo Suchportal – neue Möglichkeit zur schnellen und einfachen Literatursuche • Universität Passau (uni-passau.de)

Electronic library. Download books free. Finding books (b-ok.cc)

ResearchGate | Find and share research

EconStor: Startseite

EconBiz – Find Economic Literature

Um die wissenschaftlichen Standards in wissenschaftlichen Arbeiten einzuhalten, ist es wichtig, die korrekte Zitierweise zu verwenden. Zur Erleichterung des Schreibprozesses kann bereits während der Literaturrecherche eine Gliederung für die wissenschaftliche Arbeit erstellt werden. Die Literaturrecherche erfolgt präziser, wenn sich die Studierenden bereits mit der Themenfindung und der Forschungsfrage beschäftigt haben. Dadurch entsteht ein Überblick über das gesamte Projekt und Studierende können gezielt nach geeigneter Literatur suchen.

Wissenschaftliche Arbeit – Forschungsfrage

Eine gelungene wissenschaftliche Arbeit, ganz gleich, ob es eine Hausarbeit, Bachelorarbeit oder Masterarbeit ist, setzt eine gut überlegte Forschungsfrage voraus. Dabei ist es nicht notwendig, die Forschungsfrage mit „inwiefern“ als Frage zu formulieren. Diese kann sowohl im Titel als auch im Fließtext als Aussagesatz formuliert werden.

Die Forschungsfrage in einer wissenschaftlichen Arbeit stellt den Kernaspekt des Textes dar. Die gesamte Arbeit diskutiert von der Einleitung bis zum Fazit die Forschungsfrage. Aus diesem Grund ist es wichtig, bereits zu Beginn des Schreibprozesses festzulegen, was in der Arbeit untersucht werden soll.

Um das Vorgehen zu erleichtern, kann mithilfe der W-Fragen (Wer? Was? Wie? Warum? Wozu? Wo? Wann?) eine grobe Idee für eine mögliche Forschungsfrage erarbeitet werden, die durch eine Mindmap weiter strukturiert werden kann. In der Mindmap werden Zusammenhänge deutlich, die wiederum der Gliederung des Textes dienen.

Die Forschungsfrage sollte ein bestimmtes Ziel verfolgen: definieren, erklären, beschreiben, interpretieren, vergleichen, analysieren, argumentieren, beweisen oder prognostizieren. Die Überlegung, was die wissenschaftliche Arbeit erreichen soll, muss erfolgt sein, damit die Forschungsfrage formuliert werden kann.

Mithilfe der W-Fragen und des gewählten Ziels der Arbeit kann die Forschungsfrage schließlich formuliert werden. Relevante Zusammenhänge mit theoretischen Hintergründen sowie eigene Erkenntnisse verhelfen zu einer gelungenen wissenschaftlichen Arbeit. Insbesondere die Eigenleistung durch neue Erkenntnisse sollte in einer wissenschaftlichen Arbeit deutlich werden und bei der Formulierung der Forschungsfrage berücksichtigt werden. Nicht immer lässt sich die formulierte Forschungsfrage, entweder durch zu wenig Literatur oder durch bereits ausgiebig vorhandene Forschungsarbeit, mit ausreichend Eigenanteil bearbeiten.

Beispiele für Forschungsfragen gibt es viele. Oft hängt die Formulierung von dem Studienfach und dem Schwerpunkt ab. In seltenen Fällen neigt die Formulierung der Forschungsfrage Richtung Schwerpunkt des Prüfenden als nach den eigenen Interessen zu schauen. Der Umfang der Literatur ist ein weiteres Kriterium, wonach eine Forschungsfrage formuliert wird. Sollen in der wissenschaftlichen Arbeit theoretische Konzepte mithilfe von selbst zusammengestellten Kriterien verglichen oder mögliche Grenzen für ausgewählte Konzepte untersucht werden? Statistische Daten aus der Vergangenheit können bei der Erarbeitung von Prognosen behilflich sein.

Es wird deutlich, dass sich eine Forschungsfrage für die wissenschaftliche Arbeit nicht so einfach formulieren lässt. Es müssen verschiedene Aspekte berücksichtigt werden. Doch sobald die Forschungsfrage nach einigen Überlegungen formuliert ist, kann die Literaturrecherche beginnen.

Wissenschaftliche Arbeit – Themenfindung

Das Finden eines geeigneten Themas ist der erste Schritt beim wissenschaftlichen Schreiben. Bevor die Suche nach einem geeigneten Thema für die wissenschaftliche Arbeit beginnen kann, muss zunächst der Unterschied zwischen den unterschiedlichen Formen einer wissenschaftlichen Arbeit bekannt sein.

An der Universität werden sowohl Hausarbeiten oder Seminararbeiten als auch Bachelorarbeiten und Masterarbeiten als Prüfungsanforderung verlangt. An einigen Universitäten wird weiterhin die Examensarbeit geschrieben. Die Hausarbeit ist oft beschreibend, was bedeutet, dass Sachverhalte aufbereitet oder verglichen werden. Bachelorarbeiten und Masterarbeiten müssen eigene Forschung enthalten, denn diese sind länger und fordern die Eigenleistung Studierender durch Untersuchungen, Analysen etc. Somit müssen die Anforderungen als aller erstes geklärt sein.

Die Themenfindung für die Hausarbeit gestaltet sich meist einfacher. Oft gibt es Themenlisten, aus denen sich Studierende ein Thema aussuchen können. Wird zu dem ausgewählten Thema ein Referat gehalten, ist der erste Schritt getan. Das Referat kann für die Hausarbeit ausgebaut werden, indem die Inhalte präzise auf eine Forschungsfrage zugeschnitten werden. Die Seminarinhalte sowie zusätzliche Literaturrecherche helfen, einen Überblick zu bekommen, sodass ein grobes Thema eingegrenzt werden kann. Beispielsweise können unterschiedliche Konzepte verglichen, ein chronologischer Überblick dargestellt, eine Prognose ermittelt, regionale oder nationale Unterschiede gegenübergestellt oder bestimmte Personengruppen untersucht werden.

Die Themenfindung für die Bachelorarbeit oder Masterarbeit kann durch interessante Themen, die bereits während des Studiums präsent waren, erleichtert werden. Meistens besteht Interesse und Vorwissen zu bestimmten Themengebieten, die aufgegriffen werden können. Dies spart Zeit und Mühe, weil an einem Thema angeknüpft werden kann, womit sich bereits beschäftigt wurde. Grundlagenliteratur oder Übersichtswerke zu einem Interessengebiet weisen eine Richtung. Durch die erste Literaturrecherche können Schlüsselbegriff mithilfe einer Mindmap angeordnet werden, um Forschungslücken zu erkennen und diese für das eigene Thema der wissenschaftlichen Arbeit zu nutzen.

Sobald sich für ein Thema entschieden wurde, kann eine Forschungsfrage formuliert werden. Ergänzend durch Unterfragen kann sogar ein Gliederungsüberblick ersichtlich werden.  Welche Fragen und Unterfragen soll die wissenschaftliche Arbeit beantworten? Oft wird erst durch die Unterfragen die finale Forschungsfrage formuliert. Steht die Forschungsfrage mit den Unterfragen, beschleunigt es den Schreibprozess und die wissenschaftliche Arbeit kann zügig fertiggestellt werden.

Lektorat – Sprachstil

Wissenschaftliche Arbeiten Studierender weisen nicht selten Textstellen auf, die sprachliche Fehler oder Mängel enthalten. Dadurch können Rückschlüsse auf die sprachliche Kompetenz der Schreibenden gezogen werden, was sich wiederum auf die Bewertung der eingereichten Arbeit auswirkt. Das Lektorat beschäftigt sich vordergründig mit der sprachlichen Korrektheit eines Textes und optimiert den Sprachstil der wissenschaftlichen Arbeit.

Zu den sprachlichen Mängeln gehören unter anderem falsch verwendete sprachliche Bilder oder Metaphern. Außerdem kommt es hin und wieder vor, dass schiefe Vergleiche angestellt oder einzelne Wörter inhaltlich falsch oder ungenau verwendet werden. Wortwiederholungen oder Zweideutigkeiten sollten in wissenschaftlichen Arbeiten vermieden werden. Dasselbe gilt für man-Formulierungen oder die Verwendung von Personalpronomen. Am häufigsten wird der Pleonasmus verbessert.

Erfahrene Lektoren haben ein ausgeprägtes Sprachwissen und ein besonderes Sprachgefühl. Dies lässt sich im Gegensatz zu Regeln der Rechtschreibung oder Grammatik nicht so leicht aneignen, zumindest nicht innerhalb kurzer Zeit. Für eine zufriedenstellende Arbeit, sowohl für den Kunden als auch für den Auftragnehmer, sollten bei Unsicherheiten Wörter nachgeschlagen werden. Insbesondere Begriffe und Redewendungen können in Nachschlagewerken problemlos nachgeschaut werden, um peinliche Fehler zu vermeiden.

Die Sprache ist statisch und somit auch alle ihre Aspekte. Die Fehler von heute könnten die Regeln von morgen werden. Veraltete Redewendungen sollten in wissenschaftlichen Arbeiten nur im Rahmen einer Analyse verwendet werden. Ist dies nicht der Fall, sollte viel Wert auf einen angemessenen und allgemein verwendeten Sprachgebraucht gelegt werden. Umgangssprachliche Ausdrücke sind generell zu vermeiden.

Aufgrund der zahlreichen Fehlerquellen in Bezug auf den Sprachstil ist somit ein professionelles Lektorat von einem erfahrenen Lektor bzw. einer Lektorin anzuraten, um die Fehler zu finden und die wissenschaftliche Arbeit zu optimieren.

 Korrekturen Magel übernimmt gerne das Lektorat für Ihren Text!

Korrektorat – Zeichensetzung

Die Zeichensetzung wird fast ausschließlich mit der Kommasetzung assoziiert. Doch dazu gehören genauso Satzzeichen wie Strichpunkte, Satzschlusspunkte, Doppelpunkte, Ausrufe- und Fragezeichen. Anführungszeichen, Apostrophe, Binde- und Ergänzungsstriche, Gedankenstriche, Klammern, Abkürzungen und Auslassungspunkte zählen ebenfalls zu der Zeichensetzung. Es wird deutlich, dass das Korrigieren der Zeichensetzung nicht nur auf die Kommasetzung beschränkt ist, sondern viel mehr zu prüfende Aspekte einschließt.

Da stellt sich die Frage, woher kommt die Annahme, dass bei der Zeichensetzung nur wenige Aspekte zu prüfen sind? Wahrscheinlich liegt es daran, dass die meisten Studierenden hauptsächlich Schwierigkeiten bei der Kommasetzung und weniger Probleme mit den typografischen Zeichen haben. Zwar werden im Hinblick auf die Typografie hin und wieder Fehler gemacht, diese sind aber auf Flüchtigkeit zurückzuführen. Außerdem zählen solche Fehler zu den lässlichen Fehlern und fallen dadurch kaum ins Gewicht.

Dabei ist die korrekte Anwendung der Satzzeichen eine große Hilfe, die Struktur eines Textes zu erkennen. Die Satzzeichen gliedern nicht nur den Text und die Sätze, sondern sie machen auch den Sinn einer Aussage deutlich. Die inhaltliche Erfassung wird dadurch deutlich erleichtert. Ein Komma an der falschen Stelle kann die Aussage verändern und führt schnell zu Missverständnissen. Satzeichen können zudem wichtige Satzteile hervorheben oder Weglassungen markieren.

Beim Korrekturlesen eines Textes muss neben der korrekten Verwendung der Satzzeichen auch auf die Vollständigkeit und Folgerichtigkeit geachtet werden. Damit ist gemeint, dass eine geöffnete Klammer anschließend geschlossen werden muss oder nach einer formulierten Frage ein Fragezeichen folgt. Aufgrund von Zeitdruck schleichen sich immer wieder Fehler bezüglich der Vollständigkeit und Folgerichtigkeit ein, die sich durch mehrmaliges Lesen eines Textes vermeiden lassen.

Aufgrund der zahlreichen Fehlerquellen in Bezug auf die Zeichensetzung ist somit immer eine professionelle Korrektur von einem erfahrenen Korrekturleser bzw. einer Korrekturleserin anzuraten, um die Fehler zu finden und die wissenschaftliche Arbeit zu optimieren.

 Korrekturen Magel übernimmt gerne die Korrektur Ihres Textes!

Korrektorat – Grammatik

Die Grammatik ist neben der Rechtschreibung ein weiteres Feld, das beim Korrekturlesen von wissenschaftlichen Arbeiten berücksichtigt werden muss. Selten sind bei den Studierenden die Regeln erlerntes grammatikalisches Wissen, sondern oft das einfache Sprachgefühl als Muttersprachler. Doch vor allem Ausnahmeregelungen führen vermehrt zur falschen Anwendung von Grammatik und somit zu einer höheren Fehleranzahl in der wissenschaftlichen Arbeit. Ein erfahrener Korrekturleser bzw. eine erfahrene Korrekturleserin verfügt über ein gefestigtes grammatikalisches Wissen, das bei Seminar- oder Abschlussarbeiten als Unterstützung hinzugezogen werden sollte.

Ein Satz besteht aus vielen Wörtern, die nicht beliebig gegliedert sind, sondern eine feste Anordnung haben. Dies führt zu einer besseren Lesbarkeit und somit zu einem besseren Verständnis der Sätze. Aus diesem Grund ist die Anwendung eines regelgerechten Baus von Satzteilen für das sinngemäße Verständnis des gesamten Textes notwendig.

Das flüssige Lesen einer wissenschaftlichen Arbeit wird außerdem durch das korrekte Konjugieren und Deklinieren von Wörtern unterstützt. Das Beugen von Substantiven und den dazugehörigen Artikeln, Adjektiven und Pronomen fällt unter den Begriff Deklination. Die Konjugation beschreibt die korrekte grammatikalische Form eines Verbs. Wissenslücken oder Unachtsamkeit bezüglich der Flexion von Wörtern kann zu Unklarheiten im Text führen. Deswegen ist es wichtig, dass starke als auch schwache Verben richtig gebeugt werden, der Kasus von Adjektiven korrekt verwendet wird und der Numerus von Verben bei mehreren Subjekten beachtet wird. Die falsche Bildung des Plurals und der Steigerungsformen des Adjektivs werden selten bewusst falsch gemacht. Trotzdem kommt es bei Zeitdruck oft vor, dass sich solche Fehler einschleichen und von einem erfahrenen Korrekturleser bzw. einer erfahrenen Korrekturleserin beseitigt werden müssen.

Ein weiterer Punkt ist die korrekte Verwendung der Zeitformen in Seminar- oder Abschlussarbeiten. Viele Studierende wenden das Präsens, Präteritum und Perfekt falsch an. Dabei gibt es klare Vorschriften, wann welche Zeitform verwendet werden muss. Zu beachten ist allerdings, dass je nach Studiengang unterschiedliche Richtlinien bezüglich des Verfassens von wissenschaftlichen Arbeiten sowie der verwendeten Zeitformen vorliegen. Aus diesem Grund ist es immer ratsam, sich die Richtlinien der eigenen Universität und des Studiengangs anzuschauen oder direkt die Prüfenden zu fragen. Dadurch werden weitere unnötige Fehler in der wissenschaftlichen Arbeit vermieden.

Unter Zeitdruck wird weniger auf die Rechtschreibung oder Grammatik geachtet, sondern viel mehr auf die Fertigstellung der wissenschaftlichen Arbeit vor dem Ablauf der Frist. Dabei werden nicht zu selten Wörter vergessen, weil der Kopf schneller denkt, als die Finger tippen. Die Konjunktion dass wird mit dem Pronomen das verwechselt. In manchen Regionen Deutschlands achten Studierende nicht auf die korrekte Verwendung von als und wie.

Der Punkt Grammatik ist somit umfangreicher als der Punkt Rechtschreibung und nimmt beim Korrekturlesen viel mehr Zeit in Anspruch. Korrekturen Magel übernimmt gerne die Korrektur!